Aufsteiger gelingt die Wiedergutmachung

 

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BBG Herford hat nach der Niederlage gegen Haspe den Ernst der Lage verstanden und bezwingt Schlusslicht BSV Wulfen mit 78:74 (39:35). Acht Spieler erzielen Körbe

VON STEFAN HAGEBÖKE

Herford. Eine Woche nach der blamablen Heimniederlage gegen den SV Hagen-Haspe hat sich die BBG Herford im Abstiegskampf der 1. Basketball-Regionalliga erfolgreich zurückgemeldet. Der zu keiner Zeit in Rückstand befindliche Aufsteiger profitierte beim 78:74 (21:15, 18:20, 22:17, 17:22) gegen Schlusslicht BSV Wulfen von einem zeitweise zweistelligen Vorsprung und mehrheitlich gewonnener Rebounds.
Damit befindet sich das vorerst auf den drittletzten Platz gekletterte Team von Markus Röwenstrunk gegenüber dem bezwungenen Kontrahenten mit zwei Punkten Vorsprung sowie des um einen Treffer besseren Direktvergleichs im doppelten Vorteil.

Allerdings steht die BBG in Relation zu den jetzt drei punktgleichen SV Hagen-Haspe, SG Sechtem und Giants Düsseldorf im Nachteil, was durch die noch ausstehenden Rückspiele gegen die beiden letztgenannten Mitbewerber zumindest teilweise behoben werden kann.

Acht der neun eingesetzten Herforder Spieler trugen sich diesmal in die Schützenliste ein, was die überdurchschnittliche Wurfquote des Wulfeners Christopher Brown (28) gemeinschaftlich wettmachte. „Ihm haben wir zu viele einfache Optionen gelassen“, urteilte Röwenstrunk. Wulfen leistete sich in der ersten Halbzeit acht ausnahmslose Fehlwürfe aus der Distanz, während die BBG bis dato vier Dreier erzielt hatte. Zwei davon gingen auf das Konto von Karl Gronau, der im zweiten Viertel seine gesamten zehn Punkte markierte. Zudem fand der 32-Jährige auch eine Erklärung für die Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche: „Wir haben diesmal viel konzentrierter trainiert und auch besser gekämpft. Die letztwöchige Sportgala hatte uns wohl etwas aus dem gewohnten Rhythmus gebracht. Unsere Taktik, über die großen Spieler zum Erfolg zu kommen, ist aufgegangen.“

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Die vor dem Seitenwechsel bisweilen mit acht Zählern vorn liegenden Hausherren bauten ihren Vorsprung nach 27 Minuten zum 55:44 betragenden Höchststand aus, was zu Beginn des Schlussviertels dank zweier Freiwürfe von Julian Schütz nochmals mit 63:52 gelang. Zunehmend trat jedoch eine von Ballverlusten gespickte Nervosität ins Herforder Spiel ein, während nun Wulfen insgesamt vier Distanzwürfe versenkte. Die Folge daraus war der erstmalige und zugleich einzige Gleichstand (71:71) zweieinhalb Minuten vor Spielende.
Danach fand die BBG durch zwei Korbleger und drei Freiwürfe zurück in die Spur. „Wahrscheinlich hätten wir heute auch mit einem Rückstand gut umgehen können. Die beiden Schlussminuten haben wir nicht überdreht, sondern durchdacht zu Ende gespielt. Mich hat überrascht, dass Wulfen sich in dieser Phase mit taktischen Fouls zurückgehalten hat“, analysierte Coach Markus Röwenstrunk das spannende Kampfspiel.

team wulfen heim BBG Herford: Steffen (8), Gronau (10), Kramer (12), de la Puente (8), Schütz (8) Humke (11), Skurdauskas (10), Jones (11), Behrens.


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