Tabellenführer brilliert meisterlich
2. BASKETBALL-REGIONALLIGA: BBG Herford deklassiert TV Ibbenbüren mit 101:74
VON STEFAN HAGEBÖKE
Herford. Wenngleich noch neun Spiele in der 2. Basketball-Regionalliga zu absolvieren sind, präsentiert sich die mit vier Punkten Vorsprung führende BBG Herford bereits vorzeitig meisterlich. Am Samstag deklassierte sie den im Hinspiel siegreichen Verfolger TV Ibbenbüren mit 101:74 (23:18, 21:17, 28:24, 29:15).
„Langsam, langsam – nicht so voreilig“, wiegelt BBG-Geschäftsführer Jürgen Berger die Frage nach dem Stand der Viertliga-Planungen vehement ab. Dagegen ist für die unterlegenen lbbenbürer der Titelkampf bereits vorzeitig entschieden. „Herford wird ganz sicher aufsteigen. Der Sieg war vollauf verdient, wenngleich er etwas zu hoch ausgefallen ist“, befand der routinierte TVI-Leistungsträger Tobias Mönninghoff, zumindest über drei Viertel gut mitgehalten zu haben und erst „durch die vielen ,Dreier’ im Schlussviertel“ abgehängt worden zu sein. Mit ausschlaggebend für den deutlichen Ausgang sei nach Mönninghoffs Meinung auch der bereits im Vorfeld angedeutete Ausfall des Centers Tobias Hülsmeier. „Wir waren körperlich deutlich unterlegen. Tobias ist unser einziger Spieler, der dem Herforder Center das Wasser reichen kann.“
Zwar kassierte der besagte Hugh Barnett nach 36 Minuten aufgrund einiger von Herforder Seite in Frage gestellter Schiedsrichterentscheidungen eine foulbedingte Hinausstellung, brillierte dafür aber in der ersten Halbzeit mit 12 Punkten. Nach dem Seitenwechsel blühte dann der insgesamt 20 Zähler erzielende Julian Schütz unter dem Ibbenbürer Korb groß verstärkt auf. Karl Gronau und Simon Strathoff stellten im Schlussviertel mit drei beziehungsweise zwei erfolgreichen Distanzwürfen die Weichen zum elften Saisonsieg.
In der ersten halben Stunde hatte sich die zu keiner Zeit in Rückstand befindliche BBG bereits zeitweilig zweistellig abgesetzt. Dagegen mussten die Ibbenbürer über zwei Minuten auf ihren ersten Korb warten, egalisierten aber nach zwölf Minuten die Herforder 18:6-Führung zum 23:23. Dies sollte der einzige Gleichstand der gesamten Spieldauer bleiben. Mit einem Vorsprung von neun Zählern (44:35) wurden die Seiten gewechselt, wobei die Gäste im dritten Viertel nochmals von 54:39 auf 65:55 verkürzten, ehe der Schlussabschnitt für klare Verhältnisse sorgte.
Das von Trainer Geno Nesbitt neu einstudierte System mit Chartrael Hall als Regisseur ging auf. Insbesondere imponierte den Coach die starke Abwehrleistung. „Wir haben praktisch mit vier Außen gespielt, Ibbenbüren hatte eine Raum-Ball-Verteidigung. Das kam uns entgegen.“
BBG Herford: Gronau (22), Üyüdücü (8), Barnett (12), Jack (17), Kinder, Schütz (20), Hall (14), Steffen (2), Strathoff (6).

