Im letzten Viertel Spiel gedreht
In buchstäblich letzter Minute sicherte sich die U18 in Gütersloh einen 81:79 Erfolg. Dabei waren die Voraussetzungen für das Spiel optimal, 9 Spieler standen Trainer Jürgen Berger zur Verfügung. Was die allerdings in den ersten 3 Vierteln aufs Parket legten, war schlicht unglaublich.
Turnover über Turnover, verlegte Korbleger und dazu eine schlicht nicht vorhandene Defense prägten von Anfang an das Geschehen. Das man anfangs trotzdem mit 14:9 in Front lag, war allein den Gastgebern zu verdanken, die die Geschenke noch nicht annehmen wollten. Erst im 2. Viertel gelang es Gütersloh mit einem 8:0 Lauf, sich kurzfristig auf 7 Punkte abzusetzen. Begünstigt wurden die Gastgeber hierbei durch nicht vorhandene Reboundarbeit der BBG. Trotzdem lag man zur Halbzeit nur mit 4 Punkten hinten, das Spiel war noch offen.
Trainer Jürgen Berger forderte in der Pause einen gesteigerten Einsatz in der Verteidigung und änderte das Defensesystem, um mehr Stabilität in die Rebounds zu bekommen. Allerdings zeigte das leider genau das gegenteilige Ergebnis. Aufgrund mangelhafter Rotation ließ man nun den Gütersloher Außenspielern jeden Wurf zu. Diese bedankten sich auf Ihre Weise mit erfolgreichen Würfen, so dass Mitte des 3. Viertels der Rückstand auf 15 Punkte angewachsen war. Dier erneute Umstellung zeigte auch nur bedingten Erfolg, mit einem 47:59 Rückstand ging es ins letzte Viertel.
Nach dem bisherigen Spielverlauf sollte eigentlich alles klar gewesen sein, was sich die Gastgeber anscheinend auch gedacht hatten. Zwar kassierte man auf BBG Seite auch in diesem Viertel mit 20 Punkten zu viele Körbe, konnte aber selber auch 34 Punkte markieren. Als Yannik Seeberg mit 6 Punkten in Reihe das Team auf unter 10 heranbrachte, schien man an die Möglichkeit des Siegs zu glauben. Allerdings verharrte der Rückstand bis Mitte des Viertels (61:68) in diesem Bereich. Dann jedoch folgte ein 9:0 Lauf und man lag erstmals wieder in Front. Gütersloh konnte zwar noch zweimal ausgleichen, kam aber nicht mehr vorbei. Beide Teams zeigten in dieser Phase Nerven von der Freiwurflinie und erst als Frank Schroedter kurz vor Ende mit 2 Freiwürfen das 81:77 erzielte, konnte man aufatmen und dem Gegner auch noch den letzten, nicht mehr entscheidenden, Korb zubilligen.
"Was wir die ersten 3 Viertel gezeigt haben, war schrecklich. Zum Glück hat Gütersloh das Spiel nach 3 Vierten im Kopf abgehakt, das war unser Glück. Wir haben da endlich mehr die Anspiele gesucht und gefunden, die wir vorher ausgelassen hatten. Hauptsache gewonnen, kann das Fazit heute nur heißen.", so Jürgen Berger.
Es spielten: Fährenkämper (4), Deveci, Herr (10), Seeberg (11), Pfaffenbach (9), Schroedter (13), Sysa (8), Kleffmann (2) und Kiel (24).

