BBG Herford schwimmt weiter auf Erfolgswelle

Collage Haspe

Die BBG Herford siegt und siegt. In der 1.Regionalliga West erspielen sich die Basketballer aus der Werrestadt auch am 8. Spieltag einen deutlichen 97:71 (33-19, 18-20, 27-15, 19-17)-Sieg gegen SV Haspe 70 und freuen sich nun auf ein wahres Topspiel am kommenden Wochenende.

Mit einer gehörigen Portion Respekt starteten die Männer der BBG in die Partie. Schließlich hatten die Gegner aus Haspe am vergangenen Spieltag die starken Dorstener chancenlos auf die Heimreise geschickt. Entsprechend konzentriert und gut gestaffelt präsentierten sich die Herforder von der ersten Sekunde und gewährten den Gästen kaum freie Würfe. Während sich in den ersten fünf Minuten noch die erwartet enge Begegnung entwickelte, zündete die BBG beim Stand von 11:11 den Turbo und zog durch den erneut stark aufspielenden Vaidotas Volkus mit einem 9:0-Lauf das erste Mal davon. Bis zum Ende des ersten Viertels gelang es den Spielern von BBG-Headcoach Chris Dictapanidis sogar noch die Führung weiter auszubauen und mit einer komfortablen 33:19-Führung ins zweite Viertel zu starten. In der Folge agierten die Herforder jedoch häufig zu ungeduldig, spielten ihre Angriffe nicht aus. Profit daraus schlagen konnten die nur mit neun Spielern angereisten Gäste aus dem Ruhrgebiet jedoch nicht und mussten im dritten Viertel zusehen, wie sich die Hausherren weiter absetzten und eine Vorentscheidung herbeiführten. Mit 24 Punkten Vorsprung ließen die BBGler auch im letzten Viertel nichts anbrennen. Dictapanidis nutzte die Gelegenheit auch den Youngstern Fynn Bunte, Max Brackmann und Phlipp Svinger Einsatzzeiten zu geben, welche nahtlos an die starke Leistung ihrer Mitspieler anknüpften. Bester Werfer auf Seiten der BBG beim 97:71-Heimsieg war Vaidotas Volkus mit 24 Punkten.

Am kommenden Wochenende kommt es somit Gipfeltreffen der Regionalliga West, wenn die BBG auswärts als Tabellenzweiter auf die noch ungeschlagenen Art Giants aus Düsseldorf trifft. Herfords Co-Trainer Ewald Möhring gibt sich vor dem Duell kämpferisch: „Wir wollen den Landeshauptstädtern die erste Saisonniederlage beibringen“.

Punktestatistik

BBG Herford: Volkus (24), Cassell (23), Brinkmann (13), Boger (8), Behrens (8), Sentance (7), Yanduka (6), Gronau (3), Steffen (3), Brackmann (2)

Topscorer Hagen-Haspe: Karoui (14), Fouhy (13), Braun (13)

BBG vor Duell mit Hagen-Haspe gewarnt

Foto Vorbericht Haspe

Sechs Spiele, fünf Siege: Die aktuelle Bilanz der BBG Herford in der 1. Regionalliga West kann sich sehen lassen. Als Tabellenzweiter empfängt die BBG am kommenden Samstag die fünf Plätze hinter ihnen rangierenden Basketballer des SV Haspe 70.

Mit den zuletzt gezeigten Leistungen zeigte sich Herfords Co-Trainer Ewald Möhring jedoch nicht vollends zufrieden und lehnt auch gegen Hagen-Haspe die Favoritenrolle ab und möchte die aktuelle Tabellensituation so früh in der Saison nicht überbewerten: „Wir haben nur einen Sieg mehr auf dem Konto und ein Spiel weniger absolviert“. Davon, dass seine Mannschaft am Samstag einen harten Brocken in der heimischen Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums begrüßt, überzeugte sich Möhring am vergangenen Spieltag selbst und reiste zum Spiel des kommenden Gegners. Was er dort sah beeindruckte ihn: Mit 100:72 siegte das Team von Gästetrainer Martin Wasilewski gegen den Tabellendritten, die BG Hagen und sorgte vor dem Aufeinandertreffen mit der BG für ein gehöriges Ausrufezeichen. Ausgerechnet gegen Hagen kassierte die BBG nämlich am zweiten Spieltag ihre bislang einzige Niederlage. „Sie haben Hagen regelrecht vorgeführt“, sagte Möhring und warnte sein Team vor allem vor dem Aufbauspieler der Gäste Tre Ivory: „Ivory hat superschnelle Hände und spielt erstklassige Pässe. Auf ihn müssen wir ein Auge haben. Doch auch auf den restlichen Positionen ist das Team sehr ausgeglichen besetzt“. Die Herforder Spieler sind also gewarnt, können dem harten Konkurrenten, stand jetzt, jedoch am Samstag in Bestbesetzung gegenübertreten. Sprungball ist um 19:30 Uhr in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums. Auf zusätzliche Unterstützung hofft der Verein am Samstagabend von den Anhängern des Herforder Eishockey Vereins: Ticketinhaber für das am Freitag stattfindende Spiel der Ice Dragons gegen die EG Diez-Limburg sowie Dauerkarteninhaber des HEV haben gegen Hagen-Haspe freien Eintritt. Karten für das Spiel gibt es an der Abendkasse.

Durchwachsene Leistung reicht zum Sieg

Collage Kamp Lintfort

Am 7. Spieltag der 1. Regionalliga West konnte die BBG Herford mit einem 77:66 (16-23, 21-11, 19:15, 21:17)-Erfolg gegen die BG Kamp-Lintfort den Kontakt zur Tabellenspitze wahren. Gegen den Tabellenletzten reichte auswärts eine, grade zu Beginn, sehr durchwachsene Leistung der Werrestädter.

Denn der Start missglückte den Herfordern komplett: Bereits nach fünf gespielten Minuten lief das Team aus Herford beim Stand von 6:16 überraschend einem zehn Punkte betragenden Rückstand hinterher. Die Mannschaft von Headcoach Chris Diktapanidis fand in der Folge jedoch deutlich besser ins Spiel, münzte den Rückstand bereits zur Halbzeit in eine knappe 37:34-Führung um und gab diese bis Schlusssirene nicht mehr aus der Hand. Nicht wirklich zufrieden zeigte sich nach dem Spiel jedoch der Herforder Co-Trainer Ewald Möhring: „Das war ein Pflichtsieg, mehr nicht.“ Insbesondere das erste Viertel, welches mit 16:23 Punkten verloren ging, erzürnt Möhring: „Wir haben stellenweise gespielt wie mit angezogener Handbremse. Vom Tabellenschlusslicht dürfen wir uns keine 23 Punkte einschenken lassen“. Mit Blick auf das nächste Heimspiel forderte er schon jetzt eine couragiertere Leistung seiner Schützlinge: „Am kommenden Wochenende gegen Hagen-Haspe können wir uns so einen Fehlstart nicht leisten, gegen einen Tabellennachbarn drehen wir so ein Ding nicht mehr“, so Möhring. Das Trainer-Team wird das Spiel in den kommenden Tagen analysieren und die Trainings-Schwerpunkte entsprechend setzen. Bester Werfer auf Seiten der BBG Herford war US-Boy Sam Cassell, welcher 18 Punkte zum Auswärtssieg beitragen konnte.

Punktestatistik

BBG Herford: Cassell (18), Volkus (14), Steffen (13), Brinkmann (10), Behrens (7), Sentance (6), Boger (4), Gronau (3), Svinger (2)

Topwerfer Kamp-Lintfort: Schmak (14), T. Achtermeier (13)

BBG reist zum Tabellenschlusslicht

Foto Vorbericht Kamp Lintfort

Mit vier Siegen aus fünf Spielen mischt die BBG Herford aktuell weit oben in der Tabelle mit. Am kommenden Samstag soll sich daran, wenn möglich nichts ändern: Die mit einer Strecke von 200 Kilometern weiteste Auswärtsfahrt der Saison führt die Werrestädter zum Tabellenletzten aus Kamp-Lintfort. Klar, dass die BBG in ihrer aktuellen Situation mit einem Sieg die Heimreise antreten möchte: „Geschenke werden am Samstag nicht verteilt“, prognostiziert Herfords Co-Trainer Ewald Möhring und ergänzt, „Wir müssen und werden von der ersten Minute an 100 Prozent geben“. Den Hausherren haben bislang nur eins ihrer sechs Spiele gewinnen können: Am vierten Spieltag entführten die Lintforter zwei Punkte beim Favoriten aus Recklinghausen. Beim einzigen Punktgewinn der laufenden Spielzeit gelang es dem Team von Trainer Tobias Liebke den Gastgebern ihr Spiel aufzuzwingen und das Tempo aus der Partie zu nehmen. Ein besonderes Augenmerk in der Defense werden die Herforder auf den BG-Spielmacher Michael Schmak haben, aber auch die Brüder Till und Thomas Achtermeier gehören zu den Leistungsträgern der Hausherren. „Wir haben uns die Plays der Lintforter intensiv angesehen und werden hier entsprechend aufgestellt sein“, verspricht Möhring. Die Herforder werden in Bestbesetzung die Reise antreten, alle Akteure sind fit und hoch motiviert, um sich in der Spitzengruppe der Tabelle festzusetzen. Hochball in der Glückauf-Sporthalle ist um 20:00 Uhr.

BBG reist im Pokal nach Soest

chris salzkotten

Bei der Auslosung der dritten Runde des WBV-Pokals wurde der BBG Herford Oberligist BC Soest zugelost. „Es hätte schlimmer kommen können“, lautete der erste Kommentar von Co-Trainer Ewald Möhring, Immerhin wurden insgesamt drei Begegnungen ausgelost, in denen Erst-Regionalligisten direkt aufeinandertreffen. Unterschätzen werden die Herforder den Gegner jedoch auf keinen Fall. Mit Antoine Hosley haben die Soester einen US-Profi unter Vertrag, der bereits bei für die BG Dorsten in der 1. Regionalliga aufgelaufen ist. „Hosley ist in der Oberliga immer für 40 Punkte gut, ihn zu verteidigen wird der Schlüssel sein“, ist sich Möhring sicher. Ebenfalls ein Auge haben werden die Schützlinge von Cheftrainer Chris Diktapanidis auf den Soester Center Thomas Brandenburg, der mit 2,08 m echtes Gardemaß besitzt und bereits bei den Paderborn Baskets in der 2. Regionalliga gespielt hat. Stattfinden wird die Partie zwischen dem 19. und 25. November. Da die Herforder an dem Wochenende ein Ligaspiel bestreiten, wird das Team unter der Woche nach Soest reisen müssen. Der genaue Spieltermin wird in den nächsten Tagen festgelegt und vom Verein bekannt gegeben.

BBG Herford müht sich zum Derbysieg

Collage Salzkotten

Mit Ertönen der Schlusssirene machte sich sichtbare Erleichterung in den Gesichtern der BBG-Spieler breit. Mit 61:58 (18-13, 17-10, 14-14, 12-21) konnte man das Ostwestfalen-Derby gegen die ACCENT BASKETS aus Salzkotten am Ende knapp über die Zeit retten.
 
Schon in der Anfangsphase wurde den Zuschauern in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums deutlich, dass die Begegnung des Tabellendritten aus Herford gegen die Tabellenzehnten aus Salzkotten kein Selbstläufer werden würde. Die BBG hatte zu Beginn sichtbare Probleme sich auf die Spielweise der Sälzer einzustellen, ging durch einen anfangs bei den Gästen blendend aufgelegten Dominik Wolf bereits nach zwei gespielten Minuten mit 3:9 in Rückstand. Nach und nach gelang es dem Team um Headcoach Christos Dictapanidis dann jedoch immer besser dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Mit einem Korbleger sorgte BBG-Center Jan Brinkmann für den 9:9-Ausgleich, ehe Vaidotas Volkus die Hausherren anderthalb Minuten vor Ende des ersten Viertels in Führung brachte. Der Knoten schien geplatzt und so erarbeiteten sich die Spieler aus der Werrestadt in der Folge eine komfortable 35:23-Halbzeitführung. Ans Aufgeben verschwendete das Team aus Salzkotten jedoch keine Gedanken und blies, nach einem ausgeglichenen dritten, im entscheidenden letzten Viertel noch mal zum Angriff. Mit sich häufenden Unkonzentriertheiten im Spiel der BBG und immer größer werdenden Freiräumen auf Seiten der Sälzer, gelang es dem Team von Gäste-Trainer Stefan Schettke Punkt für Punkt aufzuholen und den komfortablen 12-Punkte-Rückstand zu eliminieren. Das Team aus Herford war mit den Gedanken wohl schon in der Dusche als Matthias Finke und Dominik Wolf das Spiel fünf Minuten vor dem Ende mit einem 11:2-Lauf wieder völlig offen gestalteten. 18 Sekunden vor dem Ende behielt BBG-Aufbauspieler Sam Cassell jedoch die Nerven und versenkte beide Freiwürfe zur 61:58-Führung seines Teams. Der anschließende Dreipunktwurf der Gäste verfehlte sein Ziel. Unzufrieden mit diesem unnötig spannenden Verlauf aus Sicht der Heimmannschaft zeigte sich im Anschluss Co-Trainer Ewald Möhring: „Wirklich positiv am OWL-Derby war heute eigentlich nur das Endergebnis“. Besonders die Unkonzentriertheiten seiner Mannschaft gefielen Möhring gar nicht: „Wir haben den Gästen zu viele Freiräume gelassen und sie dadurch immer besser ins Spiel kommen lassen“. Mit Blick auf die kommende Begegnung gegen Kamp-Lintfort versprach er aber: „Wir werden die Probleme analysieren und in der kommenden Woche beim Training abstellen, damit wir am kommenden Samstag in Kamp-Lintfort wieder zu unserem schnellen und direkten Spiel finden.“
 
In der Tabelle beißt sich die BBG Herford mit dem Sieg unter den Topteams der Liga fest, belegt derzeit Rang vier. Die Sälzer verpassen mit der fünften Niederlage im sechsten Spiel den Befreiungsschlag und rutschen von Rang zehn auf Rang zwölf ab.
 
Punktestatistik
BBG Herford: Volkus (17), Cassell (13), Brinkmann (13), Boger (7), Sentance (7), Yanduka (4)
Topwerfer Salzkotten: Finke (20), Wolf (16)

BBG Herford geht selbstbewusst ins OWL-Derby

Foto Vorbericht Salzkotten

Am kommenden Samstag empfängt der Basketball-Regionalligist BBG Herford die ACCENT BASKETS aus Salzkotten zum Derby in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums. Ab 19:30 Uhr startet das Kräftemessen der beiden ostwestfälischen Teams in der 1. Regionalliga West.

Nach den unruhigen letzten Wochen hat sich bei der BBG Herford wieder der Normalzustand eingestellt. Kurz vor dem letzten Heimspiel gegen Leverkusen stellte der Verein mit Christos Dictapanidis einen neuen Headcoach vor, welcher gegen den Aufsteiger aus dem Rheinland direkt seinen ersten Sieg feiern konnte. Sportlich zeigte die Formkurve in den letzten Wochen nach oben, sodass die BBG die Sälzer als Tabellendritter empfangen und mit breiter Brust in das richtungsweisende Spiel gehen. Dabei hatte das Team aufgrund einer Verlegung am letzten Wochenende spielfrei und hat somit ein Spiel weniger absolviert als der Großteil der Liga. Ungenutzt verstreichen ließ der Neu-Coach Dictapanidis das Wochenende jedoch nicht und absolvierte mit seiner Mannschaft am Freitag ein Testspiel beim TSVE Bielefeld. Das Spiel wurde deutlich gewonnen, als Standortbestimmung reichte dies für Co-Trainer Ewald Möhring jedoch nicht aus: „Die Bielefelder spielen eine Liga unter uns, Salzkotten ist da ein ganz anderes Kaliber. Das Testspiel haben wir genutzt, um auch den Bankspielern Einsatzzeiten zu geben und unsere Plays zu festigen“, so Möhring.

Die ACCENT BASKETS reisen als Tabellenzehnter nach Herford, konnten bislang nur eins ihrer fünf Spiele in dieser Saison gewinnen. Trotz des verhaltenen Starts der Gäste um Trainer Stefan Schettke, welcher selbst eine Vergangenheit als Trainer der BBG Herford hat, weiß Möhring vor allem die individuelle Klasse des Teams aus Salzkotten zu schätzen: „Die Sälzer haben mit Dominik Wolf, Matthias Finke, Felix Wenningkamp und Eike Kerfs bundesligaerfahrene Ex-Profis im Team, Christopher Kleinkes steht sogar im aktuellen Kader der ProA-Mannschaft der Paderborn Baskets“, erklärte Herfords Co-Trainer und ergänzt: „Jeder dieser Spieler kann in Bestform allein ein Spiel entscheiden.“

Karten für das Spiel gibt es an der Abendkasse.

BBG Herford überrollt Aufsteiger

Collage Leverkusen

Mit dem „stärksten der drei Aufsteiger“ hatte Herfords Co-Trainer Ewald Möhring vor dem Spiel gegen Leverkusen am vierten Spieltag der 1. Regionalliga gerechnet – beim deutlichen 109:74 (31:14, 18:27, 35:17, 25:16)-Erfolg seiner Mannschaft am Samstagabend blieben die Gäste diesem Urteil jedoch besonders in der Defensive einiges schuldig.

Nach den unruhigen letzten Wochen, mit der Trennung von Trainer William Massenburg, hatte die BBG am Donnerstag mit Chris Dictapanidis einen neuen Trainer präsentiert, welcher bereits am Freitag das Training leitete und am Samstag die Fäden an der Seitenlinie zog. Voll fokussiert startete das Team aus der Werrestadt in die Begegnung mit dem Aufsteiger. Während sich beide Teams anfänglich noch Ungenauigkeiten in der Offensive leisteten, gelang es der BBG zunehmend besser die sich bietenden Freiräume zu nutzen. Mit einem 10:2-Lauf Mitte des ersten Viertels verwandelten BBG-Center Jan Brinkmann und Co. ein knappes 10:8 in eine komfortable 20:10-Führung. Die Gäste aus Leverkusen agierten nun offensiv immer hektischer und sollten auch im restlichen ersten Abschnitt nicht mehr viel auf die Beine gestellt bekommen. Folgerichtig ging die Mannschaft um den neuen Headcoach Dictapanidis mit einer klaren 31:14-Führung in den zweiten Abschnitt. Hier schien Gäste-Trainer Thomas Pimperl in der kurzen Unterbrechung die richtigen Worte gefunden zu haben: Während Gäste-Center Christian Fröhlingsdorf nun ein ums andere Mal erfolgreich zum Abschluss kam, verfehlten die Distanzwürfe der Herforder im zweiten Viertel zu oft das Ziel. Der 17 Punkte betragende Vorsprung aus dem ersten Viertel schmolz somit phasenweise auf nur noch fünf Zähler zusammen. Doch das Team der BBG zeigte sich unbeeindruckt. Nachdem SC-Spieler Marc Raß Mitte des dritten Viertels mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf auf 59:55 verkürzte und sich Hoffnung bei Leverkusen breit machte, schlugen Sentance, Cassell und Boger reihenweise zu und sorgten mit fünf Dreiern in Folge für die Vorentscheidung an diesem Abend. Mit einem beeindruckenden 25:3-Lauf zum Ende des Viertels war der Widerstand der Gäste gebrochen. BBG-Coach Dictapanidis ließ sein Team auch im letzten Abschnitt voll auf Angriff spielen und gab Eigengewächs Fynn Bunte seine Einsatzzeit. Dieser dankte es ihm standesgemäß mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf und rundete den gelungenen Abend ab. „Es freut uns natürlich sehr, wenn ein Spieler aus der eigenen Jugend in die 1. Mannschaft aufsteigt und seine Einwechslung rechtfertigt“, zeigte sich Co-Trainer Ewald Möhring begeistert. Erfolgreichster Werfer gegen Leverkusen war mit 25 Zählern Jan Brinkmann.

Nun hat der neue Trainer der BBG zwei Wochen Zeit um sein Team auf das nächste Spiel vorzubereiten. Am 27. Oktober (19:30 Uhr) empfängt die BBG Herford nach einem spielfreien Wochenende die Accent Baskets aus Salzkotten zum OWL-Derby in der eigenen Halle.

BBG Herford: Brinkmann (25), Cassell (17), Sentance (15), Volkus (13), Boger (9), Richter (7), Behrens (6), Gronau (6), Steffen (5), Svinger (3), Bunte (3)

Topscorer Leverkusen: Fröhlingsdorf (23), Raß (17), Bich (13)

Christos

Das ging schneller als gedacht. Unter Hochdruck wurde in den vergangenen Tagen daran gearbeitet, schnellstmöglich einen passenden Nachfolger für Will Massenburg zu verpflichten. Dabei fiel die Wahl auf den 59-Jährigen Christos Diktapanidis.

Der Grieche verfügt über einen immensen Erfahrungsschatz als Coach und ist bereits seit weit mehr als 30 Jahren als Trainer auf hohem sportlichen Level tätig. Lange Zeit war er in seiner Heimat aktiv und feierte etliche Erfolge auf nationaler Ebene. In der letzten Saison sammelte erste Erfahrungen im deutschen Basketball und trainierte die Hellenen München in der 1. Regionalliga Süd-Ost. Als Aufsteiger erreichte die Mannschaft direkt einen starken sechsten Platz. Diktapanidis wird das Training am Freitag bereits übernehmen und somit auch am Samstag an der Seitenlinie stehen.

Geschäftsführer Jürgen Berger ist über die schnelle Lösung erfreut: „Wir sind froh, dass wir mit Christos einen erfahrenen Mann verpflichten konnten, der Deutschland schon kennt. Es ist immer vorteilhaft, wenn man sich über das Basketball-Netzwerk vor Ort Feedback zu Spielern oder Trainern holen kann. Christos wurde uns von mehreren Leuten aus der Münchener Basketballszene als sehr ehrgeiziger und freundlicher Coach beschrieben, weswegen uns die Entscheidung letztlich leichtgefallen ist.“

Wegen mangelnder Entwicklung – BBG trennt sich von Will Massenburg

Will

Nach nur zwei Spieltagen der Saison 2018/19 trennte sich die BBG Herford vom 1. Herrencoach Will Massenburg. Als Außenstehender mag man sich über den Zeitpunkt wundern, mit etwas mehr Hintergrundwissen versorgt erscheint die Trennung jedoch in einem anderen Licht.

Bereits nach der 78:87 Niederlage im ersten Testspiel in der Vorbereitung am 11. August gegen den stark ersatzgeschwächten Ligarivalen TV Ibbenbüren waren Fragezeichen aufgekommen, ob die gemeinsam über den Sommer erarbeitete Strategie für die Mannschaft zum Erfolg führen könne. Nach einem Gespräch in der Woche danach konnten diese Zweifel zunächst ausgeräumt werden.

Es folgte eine Vorbereitung mit stark schwankenden Leistungen. Auf eine erschreckende Leistung bei der 77:88 Niederlage in Bramsche gegen einen klassentieferen Gegner folgte zwar ein solides Bundesligaturnier mit einer eher mäßigen Vorstellung gegen Itzehoe, dafür aber einem stark herausgespielten 95:89 Sieg gegen das Pro B Team aus Oldenburg.

Leider stabilisierte sich auch in der Folgezeit das Leistungsniveau nicht. So kämpfte man bei den LippeBaskets Werne aus der 2. Regionalliga im WBV-Pokal extrem, um nicht bereits in der ersten Runde auszuscheiden. Am Ende war es eine ganz knappe Angelegenheit und die Mannschaft von Will Massenburg stand beim 93:92 Auswärtserfolg am Rande einer Blamage.

Auch in den ersten beiden Saisonspielen setzte sich kein nachhaltiger Aufwärtstrend fort. Zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger Dortmund behielt man beim 86:70 noch halbwegs souverän die Oberhand, liefert aber bereits keine wirklich überzeugende Leistung ab. Eklatante Schwächen in der Defensive zeigten sich dann noch extremer gegen die BG Dorsten, die die entstehenden Lücken in der Herforder Verteidigung eiskalt ausnutzte und einen souveränen 99:87 Sieg feiern konnte.

Innerhalb der beschriebenen Achterbahnfahrt der Leistungen wurde mehrmals der Austausch zwischen Management und Trainerteam gesucht, ohne das die bestehenden Probleme erfolgreich bearbeitet wurden. Bevor die Entscheidung endgültig getroffen wurde, gab es zur Absicherung einen Dialog mit Teilen der Mannschaft. Dabei wurde der Wunsch nach einer Trennung auch vom Team bestätigt, so dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr als zielführend beurteilt wurde.

Geschäftsführer Jürgen Berger stellt klar: „Menschlich tut uns die Trennung von Will weh. Er hat immer alles für den Verein gegeben und sich zu jeder Zeit korrekt verhalten. Wie bereits bei unserem Sponsorenabend festgestellt, möchten wir mit der Mannschaft in diesem Jahr zumindest grob in Richtung der Top Platzierungen schielen. Dieses Vorhaben sahen wir beim gleichbleibend schwankenden Leistungsniveau gefährdet. Der zuletzt erkämpfte Auswärtserfolg bei der BG Hagen bestätigt uns darin, dass die Entscheidung richtig war.“

Entschuldigen möchten sich die Verantwortlichen noch für die späte Bereitstellung der Information zur Trennung von Will. Die Priorität lag zuletzt und liegt auch in den nächsten Tagen darauf, mit Hochdruck eine qualitativ hochwertige Lösung zu präsentieren.

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