Erste Mannschaft wieder auf Kurs

VaidotasBeim 89:82 Sieg der BBG Herforder gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen standen die Vorzeichen schlecht. Ole Wendt musste kurzzeitig aufgrund eines Magen-Darm-Infekts absagen, Jan Brinkmann fehlte mit seinem noch nicht gänzlich ausgeheilten Nasenbruch nach wie vor. Auch Kai Stein stand Coach Ilijas Masnic nicht zur Verfügung; der Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen war bei der zweiten Mannschaft eingeplant. So ging es mit lediglich 9 Spielern nach Wulfen, welche zuletzt eine bärenstarke Leistung gegen die Rheinstars Köln ablieferten und sich erst im letzten Viertel geschlagen geben mussten.

Das Spiel begann schnell und mit vielen Wurfaktionen. Beide Mannschaften fanden offensiv schnell ihren Rhythmus, vor allem der BSV Wulfen, welcher auf den mit einer Lebensmittelvergiftung ausfallenden Punktegaranten Michael Hauke verzichten musste, konnte zu Beginn einige Akzente setzen. Am Ende des ersten Viertels stand es so 23:19 aus Sicht der Gastgeber. Im zweiten Viertel spielte die Mannschaft von Ilijas Masnic nun konzentrierter und konnte immer wieder durch gutes Passspiel die offenstehenden Innenspieler Volkus und Hill finden. Auch in der Verteidigung wurde aufmerksamer agiert und man ließ lediglich 14 Punkte zu, sodass man zur Halbzeit mit 42:37 in Führung lag. Diese wurde dann im dritten Viertel konstant ausgebaut, indem man das schnelle Spiel suchte und die Passwege aufmerksam verteidigte. Vor Allem Derylton Hill hatte seine Finger ein ums andere Mal im Passweg und forcierte so einige Ballverluste der Wulfener. Garniert wurde die Leistung der Innenspieler vom clever agierenden und von außen gefährlichen Omar Zemhoute. Mit seinen 20 Punkten stellte er die Verteidigung der Gastgeber immer wieder vor Probleme. Aus seinem offensiven Rhythmus heraus eröffneten sich Möglichkeiten für die Innenspieler, welche sie effektiv zu nutzen wusste, um die Führung letztlich zu behaupten. Mit dem Sieg ist man nun wieder auf Tuchfühlung mit den oberen Plätzen der Regionalliga und konnte gleichzeitig ein wenig Selbstvertrauen tanken vor dem nächsten Heimspiel gegen Hagen Haspe.

„Es ist immer schwierig, auswärts zu gewinnen. Wenn dann noch einer deiner wichtigen Spieler krankheitsbedingt ausfällt, kann ein Team schnell nervös werden. Doch die Jungs haben das großartig gelöst und sind mit dem Druck super umgegangen. Wenn es eng wurde, sind sie nicht in Panik ausgebrochen, sondern haben ihr eigenes Spiel immer wieder aufziehen können. Wulfen ist eine starke Mannschaft und ich bin jetzt schon gespannt, wie das Rückspiel mit beiden Mannschaften in Bestbesetzung aussehen wird.“, fand Coach Masnic nach dem Spiel lobende Worte für die Spieler des BSV Wulfen.

BBG zu Gast in Wulfen


Ole Lay UpAm 11. Spieltag der ersten Regionalliga West begibt sich die Mannschaft um Trainer Ilijas Masnic nach Wulfen, um dort gegen den Aufsteiger aus dem Münsterland anzutreten. Hauptübungsleiter Gary Johnson war von der Leistung seiner Spieler am letzten Spieltag zwar zufrieden, mit dem Ergebnis jedoch nicht. Gegen die Rheinstars Köln, welche ohne Andrej Mangold antraten, lieferte man sich drei Viertel lang ein Spiel auf Augenhöhe, ehe sich das Team aus Köln letztlich entscheidend absetzen konnte. Dass das Team des BSV Wulfen dennoch an sich glaubt, lässt sich am Verlauf der Partie gegen Köln gut erkennen. Das enge Spiel wurde letztlich nicht nur durch konstante Verteidigung aufrechterhalten, sondern auch durch einen eigenen 10:0-Lauf der Wulfener, welche ihnen zur Halbzeit sogar eine kleine Führung bescherte.

Neben den jungen Talenten, welche allesamt ihre Einsatzzeiten zu nutzen wissen, sind vor allem drei Säulen die offensiven Garanten des BSV: Bryant Allen mit knapp 21 Punkten führt das Feld an, Michael Hauke (14.2) und Hendrik Bellscheidt (10.8) rangieren auf Platz zwei und drei der teaminternen Punkteausbeute. Man darf sich also nicht täuschen lassen. Obwohl der BSV Wulfen bei einer Bilanz von 3 Siegen und 7 Niederlagen auf Platz 12 der Tabelle rangiert, ist das Potential der Mannschaft am vergangenen Spieltag durchaus erkennbar gewesen.

Auf Seiten der Herforder lief es zuletzt nicht ganz rund. Durch die Verletzung von Jan Brinkmann zu Beginn der Saison, den kurzzeitigen, verletzungsbedingten Ausfall von Importspieler Derylton Hill und den Flitterwochen von Ole Wendt konnte Trainer Ilijas Masnic in den letzten Wochen nur selten auf das volle Potential seiner Mannschaft zurückgreifen. Wenngleich Spieler wie Jan Behrens, welcher nach überstandener Operation am Knie wieder ins aktive Spielgeschehen eingreifen kann, und Rafael Fischer die Minuten bestmöglich zu kompensieren versuchten, konnte man aus den vergangenen vier Spielen lediglich eins gewinnen. Zuletzt verlor man ersatzgeschwächt gegen nahezu perfekt spielende Ibbenbürener, auch das letzte Heimspiel gegen Leverkusen konnte man am Ende nicht für sich entscheiden. Doch die Vergangenheit ist bei Weitem nicht so wichtig, wie die nächsten Spiele, das weiß auch Coach Masnic: „In den letzten Wochen konnten wir nur selten unser Spiel aufziehen. Dank der Rückkehr von Ole Wendt haben wir jedoch nun einen etatmäßigen Spieler wieder im Kader, welcher bedeutende Minuten gehen kann. Er hatte beim Spiel gegen Ibbenbüren nur eine kurze Zeit vorab, um den eigenen Rhythmus wiederzufinden; das wird gegen Wulfen hoffentlich schon anders aussehen.“ Unabhängig von der Tabellensituation wird es also vermutlich ein spannendes Spiel gegen zuletzt stark aufspielende Wulfener werden.

Niederlage beim Liga-Rivalen

Christoph ReboundDie BBG Herford musste sich am vergangenen Spieltag gegen die bringiton Ballers Ibbenbüren mit 72-91 geschlagen geben. Auch die Rückkehr von Ole Wendt konnte am Ausgang der Partie wenig ändern. Das Spiel begann mit einem offensiven Feuerwerk. Ibbenbüren spielte vor fast 1000 Fans offen und befreit auf und auch auf Seiten der Herforder wollte man seiner Rolle gerecht werden. Viel Zug zum Korb und sauber gespielte Pässe ließen die BBG zu 23 Punkten im ersten Viertel kommen; die Ibbenbürener erzielten gleich 25 im ersten Abschnitt. Auch im zweiten Viertel blieb das Spiel eng. Immer wieder gab es kleine Läufe, welche beiden Mannschaften ein wenig Momentum zu geben schien. Doch Ibbenbüren wirkte in dieser Phase des Spiels, getragen von ihren Fans, ein wenig abgeklärter und effektiver. Die Würfe der Heimmannschaft wurden nicht nur clever herausgespielt, sondern auch effektiv verwandelt. Für die BBG führte der Weg zu Punkten oft über das Attackieren des Korbes, von den 17 herausgespielten Versuchen von der Dreierlinie in der ersten Halbzeit konnte man lediglich 2 verwandeln.

Aus der Halbzeit kamen die Ibbenbürener dann wacher und aggressiver. Defensiv erhielt man nun einen besseren Zugriff auf die Partie und erlaubte den Herfordern kaum einfache Würfe. Lediglich Derylton Hill konnte sich im direkten Duell gegen seinen Gegenspieler mehrfach effektiv durchsetzen. Auf Seiten der Herforder spürte man, dass das Spiel aus der Hand zu gleiten schien. Die Ibbenbürener verteidigten aufopferungsvoll und fanden im Angriff beinahe jedes Mal die richtige Antwort auf die Verteidigungsform der BBG. Der Lauf der Ibbenbürener im dritten Viertel sorgte dann für eine 71-55 Führung zu Beginn des letzten Viertels. Doch Aufgeben wollte sich die Mannschaft von Coach Ilijas Masnic keinesfalls. Man kämpfte um jeden Rebound, arbeitete hart am Brett und versuchte alles, das Momentum der Ibbenbürener zu bremsen. Doch die Würfe wollten weiterhin nur selten das Ziel finden, und so arbeitete man zwar hart, doch letztlich konnte man sich dafür nicht belohnen. Mit 91-72 verliert man so am Ende gegen eine stark aufspielende Mannschaft aus dem direkten Tabellenumfeld und muss sich nun auf Fehlersuche begeben, um am kommenden Spieltag in Wulfen wieder an die gewohnten Leistungen anknüpfen zu können.

„Wir haben offensiv einfach keinen richtigen Zugriff gefunden. Wir haben dann versucht, über das Dribbling und einen Extrapass den Weg zum Korb zu finden, was gerade Rafael Fischer in dieser Partie zu nutzen wusste. Am Ende war das Momentum der Ibbenbürener aber zu groß.“, sagte Coach Masnic nach dem Spiel. Das Sonderlob für den einen, die Genesungswünsche für den anderen: „Christoph hat sich gen Ende am Finger verletzt; wir hoffen, dass es nichts Ernsteres ist und er uns kommende Woche nicht fehlen wird.“

Zu Gast beim Liga-Rivalen

Ole Recklinghausen

Am Samstag fährt die Mannschaft von Coach Ilijas Masnic nach Ibbenbüren, um gegen die bringiton Ballers anzutreten. Das Team von Coach Marc Pohlmann hat aktuell einen Lauf. Bevor man am vergangenen Wochenende in Wulfen gewinnen konnte, siegten die Basketballer aus Ibbenbüren auch in Leverkusen und Deutz. Routinier Benjamin Fumey rangiert mit 17,7 Punkten im Schnitt unter den besten 10 der Statistik, wenn es um die Punktausbeute geht. Auch der Spanier Marco Porcher Jimenez, mit 16 Punkten im Schnitt der zweitbeste Scorer des TVI, wird für die Spieler von Coach Masnic eine Gefahr darstellen. Des Weiteren stehen mit Juan Barga und Jonathan Foulds weitere Spieler mit hochklassiger Erfahrung im Aufgebot der Ibbenbürener. Angeleitet vom amerikanischen Importspieler Bryce Leavitt, der eingefleischten Fans der Liga sicher noch bekannt sein dürfte, hat dieses Team alle Möglichkeiten, ganz oben mitzuspielen. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, mit Daniel Boahene einen klassischen Innenspieler im Kader zu haben, welcher bereits in der Pro B Erfahrung sammeln konnte. Abgerundet wird dieses Ensemble von Ibbenbürener Stammspielern und Eigengewächsen wie Thies Fischer und Publikumsliebling Florian Avermann.

Das erspielte Momentum der Ibbenbürener, welche den Heimvorteil in der selbstgenannten „Hölle Ost“ nutzen wollen, gilt es nun Seitens der BBG Herford zu brechen. Derylton Hill hat seine Verletzung vollständig auskuriert und konnte in den letzten beiden Spielen bereits wieder an seine vorherigen Leistungen anknüpfen. Auch Ole Wendt kehrt nach erholsamen Flitterwochen wieder ins Team zurück. Bis auf den immer noch verletzten Jan Brinkmann und Flügelspieler Fynn Bunte, welcher an diesem Spieltag die zweite Mannschaft in der Oberliga unterstützen soll, steht Coach Masnic also ein Großteil der Akteure wieder zur Verfügung. Nach dem zuletzt ernüchternden Spiel gegen Leverkusen wird es darauf ankommen, zurück zur gewohnten Form zu finden. Der Ball muss wieder besser bewegt werden, um einfache Würfe zu erspielen. Auch in der Verteidigung wurde in dieser Woche besonders hart gearbeitet, um sich auf die Physis der Ibbenbürener entsprechend vorzubereiten. Für Omar Zemhoute, welcher in der letzten Saison noch für die bringiton Ballers Ibbenbüren seine Schuhe schnürte, wird dieses Wiedersehen wohl außerdem eine besondere Bedeutung haben.

„Wir freuen uns auf das Spiel! Wir haben die Woche über hart trainiert und haben uns intensiv auf die Partie vorbereitet. Ibbenbüren ist ein starkes Team und wir dürfen ihnen keine einfachen Punkte erlauben. Aber ich glaube, mit einer guten Verteidigung und unserem schnellen Spiel haben wir durchaus eine Chance, wenn wir von Anfang an einen Zugriff finden. Wir wollen die Punkte gegen einen direkten Konkurrenten in der Tabelle definitiv mitnehmen.“, zeigt sich Ilijas Masnic von seiner Mannschaft überzeugt.

Der Führung zu lange hinterhergelaufen

Defense V D

Die 75-85 Niederlage der BBG Herford am vergangenen Spieltag gegen die angereisten Gäste aus Leverkusen bot den Zuschauern an diesem Abend Licht und Schatten. Anfangs kamen die Leverkusener wacher und schneller in die Partie, verteidigten aggressiv und konnten sich unter den gegnerischen Körben immer wieder zweite Chancen erarbeiten. Die Mannschaft von Ilijas Masnic kam nur langsam in Fahrt, bevor man sich Mitte des ersten Viertels langsam zu finden schien. Aus Herforder Sicht spielte man nun effektiver und engagierter und konnte den Vorsprung der Leverkusener bis zum Ende des ersten Spielabschnittes beinahe egalisieren (23-25).

Auch der Zweite Spielabschnitt wurde von den Leverkusenern wieder mit mehr Engagement begonnen. Der Zug zum Korb wirkte effektiver als auf Seiten der Herforder und trotz vielen erfolglosen Versuchen von außerhalb der Dreierlinie gelang es den Gästen immer wieder, dem engen Spiel durch einen gut getimten Treffer ihren Stempel aufzudrücken. Auf Seiten der BBG spürte man die Unzufriedenheit über das eigene Spiel deutlich und so schaffte es Coach Masnic nach einer Auszeit, diese Emotionen in Energie umzusetzen. Mit einem 9-0 Lauf konnte man sich wieder bis auf drei Punkte Abstand an die Leverkusener herantasten, bevor man im dritten Spielabschnitt sogar zeitweise in Führung ging. Doch an diesem Tag hatte Leverkusen die richtige Antwort parat. Bei den insgesamt 7 Führungswechseln warfen alle angereisten Spieler der Gäste ihr gesamtes Können in die Waagschale und konnten sich jedes Mal durch starke Rebounds weitere Würfe ermöglichen. Diese fanden dann ihr Ziel, wodurch man sich dann nach und nach etwas Absetzen konnte.

Im letzten Viertel wurde es dann noch einmal eng; die Mannschaft von Coach Masnic ging zwischenzeitlich sogar in Führung. Doch die enge Partie, die ständige Anspannung des Hinterherlaufens einer Führung und das Gefühl, den eigenen Ambitionen nur phasenweise gerecht werden zu können, waren letztlich zu viele Hypotheken. Die BBG kämpfte bis zuletzt, um an der Freiwurflinie ihre Punkte zu erzielen, doch es sollte nichts nützen. Am Ende gewinnt der TSV Bayer 04 Leverkusen 2 mit 85-75 in einem spannenden und schnellen Spiel gegen aufopferungsvoll kämpfende Herforder.

„Wir haben heute nicht unseren besten Basketball gespielt. Die Leverkusener haben die Räume gut zugestellt und wir hatten phasenweise unsere Schwierigkeiten, die richtige Antwort dagegen zu finden. Und man merkt schon, wie sehr uns Ole und Jan in der Rotation fehlen.“, resümierte Trainer Ilijas Masnic nach der Partie. Nächste Woche fährt die Mannschaft nach Ibbenbüren, um dort hoffentlich wieder mit Ole Wendt auf einen etatmäßigen Starter zurückgreifen zu können.

Spiel gegen Leverkusen wird kein Selbstläufer

Phil RecklinghausenMit der Zweitvertretung von Bayer 04 Leverkusen kommt eine Mannschaft zu uns an die Werre, die man nur schwer ausrechnen kann. Obwohl sie sich im Mittelfeld der Tabelle wiederfindet, sollte man diesem Umstand nicht zu viel Bedeutung beimessen. Gegen die bringiton Ballers Ibbenbüren verlor die Mannschaft am vergangenen Wochenende mit 58:63 nur knapp. Ibbenbüren steht aktuell auf dem zweiten Tabellenrang, einzig die Korbdifferenz unterscheidet sie von der BBG Herford. Wenngleich das Spiel gegen Ibbenbüren verspätet begonnen werden musste, zeigt die defensive wie offensive Leistung die Fähigkeiten der Leverkusener.

Gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen gelang es der Mannschaft von Coach Matt Watson vor wenigen Wochen, über 50% ihrer Dreipunktwürfe zu verwandeln; die Mannschaft von Trainer Iljas Masnic muss also darauf achten, den Spielfluss der Zweitvertretung der Bayer Giants möglichst konstant zu unterbinden.

An dem Ergebnis gegen Ibbenbüren zeigt sich auch wieder, wie eng die Liga doch tatsächlich zu sein scheint. Nach dem Sieg der Herforder gegen den Deutzer TV und dem Erreichen der dritten Runde des WBV Pokals hat man zwar zwei Siege in den Segeln, doch dieses Spiel wird sicher kein Selbstläufer werden. Es wird darauf ankommen, den wieder genesenen Importspieler Derylton Hill offensiv wie defensiv wieder in das Team zu integrieren; ein Umstand, welcher bereits in der vergangenen Woche ansatzlos zu funktionieren schien.

Die Leverkusener spielen eine gute Verteidigung und ließen gegen Ibbenbüren lediglich 63 Punkte zu. Das Team muss versuchen, das schnelle Spiel zu suchen und den Gegner aus Leverkusen zu zwingen, sich dem eigenen Spiel anzupassen. Lässt man sie ihren Spielplan verfolgen, wird es die BBG schwer haben, gegen das defensive Bollwerk zu kreieren.

Ohne Jan Brinkmann und Ole Wendt kann die BBG nur schwer ihre volle Leistung abrufen, es wird darauf ankommen, als Mannschaft geschlossen zu agieren und durch gute Ballbewegung offene Würfe zu erspielen. Man geht tabellarisch zwar als Favorit in die Partie, davon darf man sich aber nicht täuschen lassen; jeder Ballbesitz wird wichtig werden. Auch den Heimvorteil sieht Masnic am Samstag als enorm wichtig an: „Die positive Art der Fans treibt uns immer an, noch mehr zu geben.“, lässt er uns wissen und freut sich bereits auf die tolle Stimmung in der Halle, welche seine Mannschaft hoffentlich zum nächsten Sieg trägt.

Knappes Spiel bei durchaus überzeugenden „Kellerkindern“

V DunkDie Vorzeichen standen gut für die BBG. Mit der Rückkehr von Topscorer Derylton Hill nach seiner auskurierten Verletzung konnte man sich wieder auf eine der offensiven Säulen von Coach Masnic freuen. Doch der Deutzer TV wollte sich nicht mit der Rolle des Verlierers anfreunden und so entwickelte sich eine offene und schnelle Partie.

Beide Mannschaften fanden offensiv schnell zu ihrem Spiel. Über 50 Punkte erzielten beide Mannschaften zusammen allein im ersten Spielabschnitt. Setzte sich eine Mannschaft kurzzeitig ab, kämpfte sich die andere schnell wieder zurück in die Partie. Zwar hatte die BBG zumeist die Führung in der Hand, aber das bedeutete für die Deutzer nicht, dass sie sich geschlagen geben wollten. In der ersten Halbzeit wurde das Herforder Team offensiv von Derlyton Hill und Omar Zemhoute getragen. Letzterer verwandelte in der ersten Halbzeit 4 von 5 Drei-Punkt-Würfen. Kam ihm die Verteidigung zu nah, zog er vorbei und konnte seine Mitspieler in Szene setzen, räumten sie ihm etwas Platz ein, zögerte er nicht und schloss hochprozentig von außerhalb ab. Auch Derylton Hill, der nach auskurierter Knieverletzung in der Woche locker wieder trainieren konnte, gab offensiv, wie defensiv sein Bestes. Die Zwangspause merkte man ihm nicht an, er integrierte sich nahtlos ins offensive Geschehen der Herforder und setzte Akzente, wenn sie gebraucht wurden.

Mit einer knappen Führung zur Halbzeit aus Sicht der BBG schien Coach Masnic jedoch die richtigen Worte zu finden. Es wurde aufmerksamer verteidigt, die Lücken der gegnerischen Verteidigung effizienter genutzt und hochprozentig abgeschlossen. Der 7-0 Lauf schien das Selbstvertrauen der Deutzer kurzzeitig zu brechen, man zog aus Herforder Sicht streckenweise auf 15 Punkte Abstand davon. Vaidotas Volkus war es, welcher in dieser Phase des Spiels nicht zu stoppen war. Entweder schloss er direkt am Korb ab, oder wurde beim Versuch gefoult und sammelte die Punkte an der Freiwurflinie ein. Mit 35 Punkten Topscorer der Partie, suchten seine Mitspieler in dieser Phase des Spiels immer wieder ihr offensives Zugpferd. Gegen die Physis des Herforder Innenspielers hatten die Deutzer wenig Mittel zur Verfügung, doch geschlagen geben wollten sie sich trotzdem nicht. Mit einem 10-0 Lauf im letzten Viertel wurde es noch einmal eng, ehe die Herforder in der Verteidigung wieder konsequenter durchgriffen und sich so letztlich verdient mit 89-80 gegen stark spielende Gegner durchsetzen konnte.

„Ich war überrascht von der Intensität und Spielweise der Deutzer. Den Namen „Kellerkinder“ haben sie nicht verdient, sie spielen einen schnellen und attraktiven Basketball.“, zollte Coach Masnic dem Gegner nach dem Spiel Respekt. Gleichzeitig lobte er auch die Leistung von Derylton Hill: „Nach einer Pause und ausgestandener Verletzung so wieder zurückzukommen, zeugt von Charakter. Das Team hat ihn gebraucht und er war da.“

  

Jango

Nach der Niederlage am vergangenen Spieltag und dem Gewinnen der zweiten Runde des WBV-Pokals am Montag heißt es nun für die Spieler um Coach Iljas Masnic, konzentriert zu bleiben. Am Samstag spielt man um 18:30 Uhr beim Deutzer TV. Die selbsterklärten Underdogs, die sich in ihren Berichten selbst als „Kellerkinder“ beschreiben, konnten jedoch nach anfänglichen Schwierigkeiten ebenfalls die ersten Siege auf dem Konto verbuchen und befinden sich aktuell im unteren Mittelfeld der Tabelle. Betrachtet man jedoch die letzten drei Spieltage, zeigt sich ein anderes Bild.

Erst gewann man überraschend deutlich gegen Wulfen, bevor man sich dann beim zweiten Spiel des Doppelspieltags gegen die Zweitvertretung der Bayer Giants Leverkusen durchsetzen konnte. In beiden Partien wurde der Ball gut bewegt und nahezu alle Spieler des Kaders brachten sich positiv in die Partie ein. Der Deutzer TV weiß es, den Ball zu bewegen und hat nach anfänglichen Schwierigkeiten scheinbar zur eigenen Spielweise gefunden. Zwar reichte es am vergangenen Spieltag nicht zu einem Auswärtssieg in Ibbenbüren, aber auch dort konnte man die erste Halbzeit aus Sicht der Deutzer eng und ausgeglichen gestalten. Ein ums andere Mal wurde der offenstehende Spieler gefunden. Letztlich gewannen die bringiton Ballers zwar deutlich mit 91:74, doch der Umstand von zwei Siegen aus drei Spielen und einer starken ersten Halbzeit gegen gut aufgestellte Ibbenbürener zeigen, dass die „Kellerkinder“ keineswegs die reinen Underdogs der Liga sind.

Die Mannschaft von Coach Masnic muss hingegen mit der deutlichen Niederlage gegen die NEW Elephants Grevenbroich in der Magengegend antreten. Man hat in der Woche trotz des Pokalspiels hart trainiert und ist auf Wiedergutmachung aus. Man muss physisch spielen und schnell, den Ball gut bewegen und die offenen Spieler finden. Zwar geht das Team, von der Tabelle ausgehend, erneut als Favorit in die Partie, da jedoch immer noch fraglich ist, ob Derlyton Hill dem Trainer wieder zur Verfügung stehen wird, Ole Wendt noch nicht aus seinen Flitterwochen zurückgekehrt ist und Jan Brinkmann noch einige Spiele ausfallen wird, ist das Spielergebnis durchaus offen. Der amerikanische Importspieler der Herforder ist zwar am Dienstag wieder locker ins Training eingestiegen, ob er wieder völlig genesen ist, wird sich jedoch wahrscheinlich erst nach dem Abschlusstraining zeigen. Die Liga bleibt spannend, und mit den Niederlagen der Top-Teams Köln und Herten am vergangenen Wochenende findet man sich aktuell auf dem dritten Tabellenplatz wieder. Diesen gilt es nun zu verteidigen, um nicht mit einer Niederlage ins Mittelfeld der Tabelle abzurutschen. 

Christoph Lay Up

Am vergangenen Spieltag musste die erste Mannschaft der BBG ihre erste Heimniederlage hinnehmen. Bereits vor dem Hochball war klar, dass Personalnot herrschte. Gleich Zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft wurden von Coach Iljas Masnic zum Auffüllen des Kaders für das Spiel gegen die Elephants aufgenommen; mit Ole Wendt, Jan Brinkmann und Derylton Hill fehlten drei etatmäßige Starter. Somit musste Coach Masnic umdenken und die Minuten entsprechend umverteilen.

Gerade zu Beginn merkte man hier noch einige Unsicherheiten, ehe man sich an den Rhythmus und die Spielweise des Gegners gewöhnen konnte. Der Rückstand von 10 Punkten aus dem ersten Viertel konnte zwar bis zur Halbzeit nicht egalisiert werden, aber zumindest endete dieses Viertel mit 22:22 unentschieden. Der kleine 8-0 Lauf ungefähr zur Mitte des zweiten Spielabschnittes sorgte noch einmal für aufkommende Stimmung. Ein ums andere Mal was es in dieser Phase Vaidotas Volkus, der durch seine Mitspieler gefunden werden konnte und hochprozentig abschloss. Auch in der Defense konnte man in dieser Phase die Schützen der Grevenbroicher etwas bremsen und wichtige Bälle einsammeln.

Im dritten Spielabschnitt kam man dann sogar nochmal ein wenig ran; beim Stand von 55:59 aus Sicht der Herforder schwand jedoch langsam, aber sicher die Energie. Durch einen 8-0 Lauf der Elephants war es dann soweit; der aufgrund von Verletzungen verkleinerte Kader wurde müde. Wenngleich die Rotation von Coach Masnic für aufgeteilte Minuten sorgte, spürte man doch, dass zu diesem Zeitpunkt die Energie einfach nicht mehr aufzubringen war. Dem andauernden Hinterherlaufen der Führung und die immer wieder aufkommenden Läufe führten dazu, dass die Energie am Ende einfach nicht mehr ausreichen sollte. Das letzte Viertel wurde deutlich verloren, aber zumindest konnte sich der eigene Nachwuchs der BBG ein paar Minuten Erfahrung auf dem eigenen Konto verbuchen. Vor allem Fynn Bunte wusste aus seiner Zeit das Beste zu machen und trug sich mit 5 Punkten bei einer 100% Trefferquote in die Liste der Scorer ein.

„Es war ein schwieriges Spiel, in das wir nur schwer hineinfanden. Als wir dann drin waren, hat es immer wieder gute Phasen gegeben. Aber am Ende hat dann die Energie einfach nicht mehr gereicht, um den Sieg doch noch zu erringen. Trotzdem möchte ich im Namen der Mannschaft allen Fans danken, die uns auch heute wieder zahlreich und lautstark unterstützt haben.“, so Coach Masnic nach dem Spiel.

 
 
 

Omar Recklinghausen

Die NEW Elephants Grevenbroich finden sich zwar aktuell am unteren Ende der Tabelle wieder, aber davon darf man sich nicht täuschen lassen. Durch die Nachverpflichtung des amerikanischen Importspielers Jamal Smith, welcher im ersten Viertel gegen die bringiton Ballers Ibbenbüren am vergangenen Spieltag direkt einmal beeindruckende 22 Punkte auflegte, ist es eine schwer auszurechnende Mannschaft. Das Spiel konnte lange offengehalten werden; erst gen Ende des letzten Viertels konnte man sich aus Sicht der Ibbenbürener ein wenig Absetzen, um letztlich mit 82:77 zu gewinnen. Der Fokus muss darauf liegen, den neuen Amerikaner der Gegner möglichst lange aus dem Spiel zu halten, nur so kann man bereits früh eine der wohl größten Stärken der Elephants entschärfen. Auch beim Rebound muss man hart arbeiten. Bei den Niederlagen der Dickhäuter kam es aus Sicht des Gegners vor Allem darauf an, defensiv gut am Brett zu arbeiten. Gewinnt die Mannschaft von Coach Masnic dieses Duell, könnte man so bereits einen wichtigen Grundstein zum Erfolg legen
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Selbst siegreich am vergangenen Spieltag gegen die Dragson Rhöndorf, geht man zwar auf dem Papier als Favorit in die Partie, aber auch hier wird es darauf ankommen, die richtigen Mittel und Wege gegen die Verteidigung der Gäste zu finden. Da man nach wie vor auf den verletzten Jan Brinkmann verzichten muss, Ole Wendt aus privaten Gründen an diesem Spieltag nicht im Trikot der BBG auflaufen kann und sich zu alledem noch der amerikanische Importspieler und Leistungsträger Derylton Hill gegen die Dragons verletzt hat, wird es personell jedoch eng werden. Hier liegt es an Coach Masnic, mit den verbliebenen Spielern seiner Startformation und dem geschickten einsetzen des übrigen Kaders für Entlastung zu sorgen. Man darf sich nicht von dem aktuellen Stand der Tabelle täuschen lassen, das Spiel wird mit Sicherheit kein Selbstläufer werden. Jan Behrens konnte bereits gegen die Dragons sowohl offensiv als auch defensiv glänzen. Ähnliches gilt für Rafael Fischer, der wichtige Rebounds einsammelte und den gegnerischen Korb immer wieder attackierte. Diese Leistungen, wie auch der volle Einsatz aller anderen Spieler der BBG müssen wiederholt werden, um den Basketballern der NEW Elephants Grevenbroich Einhalt zu gebieten.  Man muss hart arbeiten, um jeden Ball kämpfen und das eigene Spiel möglichst früh finden. Getragen wird das Team hoffentlich, wie auch beim letzten Heimspiel, von den Fans der Heimmannschaft, welche gegen die BG Dorsten einen enormen Auftrieb gaben.
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