BBG reist im Pokal nach Soest

chris salzkotten

Bei der Auslosung der dritten Runde des WBV-Pokals wurde der BBG Herford Oberligist BC Soest zugelost. „Es hätte schlimmer kommen können“, lautete der erste Kommentar von Co-Trainer Ewald Möhring, Immerhin wurden insgesamt drei Begegnungen ausgelost, in denen Erst-Regionalligisten direkt aufeinandertreffen. Unterschätzen werden die Herforder den Gegner jedoch auf keinen Fall. Mit Antoine Hosley haben die Soester einen US-Profi unter Vertrag, der bereits bei für die BG Dorsten in der 1. Regionalliga aufgelaufen ist. „Hosley ist in der Oberliga immer für 40 Punkte gut, ihn zu verteidigen wird der Schlüssel sein“, ist sich Möhring sicher. Ebenfalls ein Auge haben werden die Schützlinge von Cheftrainer Chris Diktapanidis auf den Soester Center Thomas Brandenburg, der mit 2,08 m echtes Gardemaß besitzt und bereits bei den Paderborn Baskets in der 2. Regionalliga gespielt hat. Stattfinden wird die Partie zwischen dem 19. und 25. November. Da die Herforder an dem Wochenende ein Ligaspiel bestreiten, wird das Team unter der Woche nach Soest reisen müssen. Der genaue Spieltermin wird in den nächsten Tagen festgelegt und vom Verein bekannt gegeben.

BBG Herford müht sich zum Derbysieg

Collage Salzkotten

Mit Ertönen der Schlusssirene machte sich sichtbare Erleichterung in den Gesichtern der BBG-Spieler breit. Mit 61:58 (18-13, 17-10, 14-14, 12-21) konnte man das Ostwestfalen-Derby gegen die ACCENT BASKETS aus Salzkotten am Ende knapp über die Zeit retten.
 
Schon in der Anfangsphase wurde den Zuschauern in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums deutlich, dass die Begegnung des Tabellendritten aus Herford gegen die Tabellenzehnten aus Salzkotten kein Selbstläufer werden würde. Die BBG hatte zu Beginn sichtbare Probleme sich auf die Spielweise der Sälzer einzustellen, ging durch einen anfangs bei den Gästen blendend aufgelegten Dominik Wolf bereits nach zwei gespielten Minuten mit 3:9 in Rückstand. Nach und nach gelang es dem Team um Headcoach Christos Dictapanidis dann jedoch immer besser dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Mit einem Korbleger sorgte BBG-Center Jan Brinkmann für den 9:9-Ausgleich, ehe Vaidotas Volkus die Hausherren anderthalb Minuten vor Ende des ersten Viertels in Führung brachte. Der Knoten schien geplatzt und so erarbeiteten sich die Spieler aus der Werrestadt in der Folge eine komfortable 35:23-Halbzeitführung. Ans Aufgeben verschwendete das Team aus Salzkotten jedoch keine Gedanken und blies, nach einem ausgeglichenen dritten, im entscheidenden letzten Viertel noch mal zum Angriff. Mit sich häufenden Unkonzentriertheiten im Spiel der BBG und immer größer werdenden Freiräumen auf Seiten der Sälzer, gelang es dem Team von Gäste-Trainer Stefan Schettke Punkt für Punkt aufzuholen und den komfortablen 12-Punkte-Rückstand zu eliminieren. Das Team aus Herford war mit den Gedanken wohl schon in der Dusche als Matthias Finke und Dominik Wolf das Spiel fünf Minuten vor dem Ende mit einem 11:2-Lauf wieder völlig offen gestalteten. 18 Sekunden vor dem Ende behielt BBG-Aufbauspieler Sam Cassell jedoch die Nerven und versenkte beide Freiwürfe zur 61:58-Führung seines Teams. Der anschließende Dreipunktwurf der Gäste verfehlte sein Ziel. Unzufrieden mit diesem unnötig spannenden Verlauf aus Sicht der Heimmannschaft zeigte sich im Anschluss Co-Trainer Ewald Möhring: „Wirklich positiv am OWL-Derby war heute eigentlich nur das Endergebnis“. Besonders die Unkonzentriertheiten seiner Mannschaft gefielen Möhring gar nicht: „Wir haben den Gästen zu viele Freiräume gelassen und sie dadurch immer besser ins Spiel kommen lassen“. Mit Blick auf die kommende Begegnung gegen Kamp-Lintfort versprach er aber: „Wir werden die Probleme analysieren und in der kommenden Woche beim Training abstellen, damit wir am kommenden Samstag in Kamp-Lintfort wieder zu unserem schnellen und direkten Spiel finden.“
 
In der Tabelle beißt sich die BBG Herford mit dem Sieg unter den Topteams der Liga fest, belegt derzeit Rang vier. Die Sälzer verpassen mit der fünften Niederlage im sechsten Spiel den Befreiungsschlag und rutschen von Rang zehn auf Rang zwölf ab.
 
Punktestatistik
BBG Herford: Volkus (17), Cassell (13), Brinkmann (13), Boger (7), Sentance (7), Yanduka (4)
Topwerfer Salzkotten: Finke (20), Wolf (16)

BBG Herford geht selbstbewusst ins OWL-Derby

Foto Vorbericht Salzkotten

Am kommenden Samstag empfängt der Basketball-Regionalligist BBG Herford die ACCENT BASKETS aus Salzkotten zum Derby in der Sporthalle des Friedrichs-Gymnasiums. Ab 19:30 Uhr startet das Kräftemessen der beiden ostwestfälischen Teams in der 1. Regionalliga West.

Nach den unruhigen letzten Wochen hat sich bei der BBG Herford wieder der Normalzustand eingestellt. Kurz vor dem letzten Heimspiel gegen Leverkusen stellte der Verein mit Christos Dictapanidis einen neuen Headcoach vor, welcher gegen den Aufsteiger aus dem Rheinland direkt seinen ersten Sieg feiern konnte. Sportlich zeigte die Formkurve in den letzten Wochen nach oben, sodass die BBG die Sälzer als Tabellendritter empfangen und mit breiter Brust in das richtungsweisende Spiel gehen. Dabei hatte das Team aufgrund einer Verlegung am letzten Wochenende spielfrei und hat somit ein Spiel weniger absolviert als der Großteil der Liga. Ungenutzt verstreichen ließ der Neu-Coach Dictapanidis das Wochenende jedoch nicht und absolvierte mit seiner Mannschaft am Freitag ein Testspiel beim TSVE Bielefeld. Das Spiel wurde deutlich gewonnen, als Standortbestimmung reichte dies für Co-Trainer Ewald Möhring jedoch nicht aus: „Die Bielefelder spielen eine Liga unter uns, Salzkotten ist da ein ganz anderes Kaliber. Das Testspiel haben wir genutzt, um auch den Bankspielern Einsatzzeiten zu geben und unsere Plays zu festigen“, so Möhring.

Die ACCENT BASKETS reisen als Tabellenzehnter nach Herford, konnten bislang nur eins ihrer fünf Spiele in dieser Saison gewinnen. Trotz des verhaltenen Starts der Gäste um Trainer Stefan Schettke, welcher selbst eine Vergangenheit als Trainer der BBG Herford hat, weiß Möhring vor allem die individuelle Klasse des Teams aus Salzkotten zu schätzen: „Die Sälzer haben mit Dominik Wolf, Matthias Finke, Felix Wenningkamp und Eike Kerfs bundesligaerfahrene Ex-Profis im Team, Christopher Kleinkes steht sogar im aktuellen Kader der ProA-Mannschaft der Paderborn Baskets“, erklärte Herfords Co-Trainer und ergänzt: „Jeder dieser Spieler kann in Bestform allein ein Spiel entscheiden.“

Karten für das Spiel gibt es an der Abendkasse.

BBG Herford überrollt Aufsteiger

Collage Leverkusen

Mit dem „stärksten der drei Aufsteiger“ hatte Herfords Co-Trainer Ewald Möhring vor dem Spiel gegen Leverkusen am vierten Spieltag der 1. Regionalliga gerechnet – beim deutlichen 109:74 (31:14, 18:27, 35:17, 25:16)-Erfolg seiner Mannschaft am Samstagabend blieben die Gäste diesem Urteil jedoch besonders in der Defensive einiges schuldig.

Nach den unruhigen letzten Wochen, mit der Trennung von Trainer William Massenburg, hatte die BBG am Donnerstag mit Chris Dictapanidis einen neuen Trainer präsentiert, welcher bereits am Freitag das Training leitete und am Samstag die Fäden an der Seitenlinie zog. Voll fokussiert startete das Team aus der Werrestadt in die Begegnung mit dem Aufsteiger. Während sich beide Teams anfänglich noch Ungenauigkeiten in der Offensive leisteten, gelang es der BBG zunehmend besser die sich bietenden Freiräume zu nutzen. Mit einem 10:2-Lauf Mitte des ersten Viertels verwandelten BBG-Center Jan Brinkmann und Co. ein knappes 10:8 in eine komfortable 20:10-Führung. Die Gäste aus Leverkusen agierten nun offensiv immer hektischer und sollten auch im restlichen ersten Abschnitt nicht mehr viel auf die Beine gestellt bekommen. Folgerichtig ging die Mannschaft um den neuen Headcoach Dictapanidis mit einer klaren 31:14-Führung in den zweiten Abschnitt. Hier schien Gäste-Trainer Thomas Pimperl in der kurzen Unterbrechung die richtigen Worte gefunden zu haben: Während Gäste-Center Christian Fröhlingsdorf nun ein ums andere Mal erfolgreich zum Abschluss kam, verfehlten die Distanzwürfe der Herforder im zweiten Viertel zu oft das Ziel. Der 17 Punkte betragende Vorsprung aus dem ersten Viertel schmolz somit phasenweise auf nur noch fünf Zähler zusammen. Doch das Team der BBG zeigte sich unbeeindruckt. Nachdem SC-Spieler Marc Raß Mitte des dritten Viertels mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf auf 59:55 verkürzte und sich Hoffnung bei Leverkusen breit machte, schlugen Sentance, Cassell und Boger reihenweise zu und sorgten mit fünf Dreiern in Folge für die Vorentscheidung an diesem Abend. Mit einem beeindruckenden 25:3-Lauf zum Ende des Viertels war der Widerstand der Gäste gebrochen. BBG-Coach Dictapanidis ließ sein Team auch im letzten Abschnitt voll auf Angriff spielen und gab Eigengewächs Fynn Bunte seine Einsatzzeit. Dieser dankte es ihm standesgemäß mit einem erfolgreichen Dreipunktwurf und rundete den gelungenen Abend ab. „Es freut uns natürlich sehr, wenn ein Spieler aus der eigenen Jugend in die 1. Mannschaft aufsteigt und seine Einwechslung rechtfertigt“, zeigte sich Co-Trainer Ewald Möhring begeistert. Erfolgreichster Werfer gegen Leverkusen war mit 25 Zählern Jan Brinkmann.

Nun hat der neue Trainer der BBG zwei Wochen Zeit um sein Team auf das nächste Spiel vorzubereiten. Am 27. Oktober (19:30 Uhr) empfängt die BBG Herford nach einem spielfreien Wochenende die Accent Baskets aus Salzkotten zum OWL-Derby in der eigenen Halle.

BBG Herford: Brinkmann (25), Cassell (17), Sentance (15), Volkus (13), Boger (9), Richter (7), Behrens (6), Gronau (6), Steffen (5), Svinger (3), Bunte (3)

Topscorer Leverkusen: Fröhlingsdorf (23), Raß (17), Bich (13)

Christos

Das ging schneller als gedacht. Unter Hochdruck wurde in den vergangenen Tagen daran gearbeitet, schnellstmöglich einen passenden Nachfolger für Will Massenburg zu verpflichten. Dabei fiel die Wahl auf den 59-Jährigen Christos Diktapanidis.

Der Grieche verfügt über einen immensen Erfahrungsschatz als Coach und ist bereits seit weit mehr als 30 Jahren als Trainer auf hohem sportlichen Level tätig. Lange Zeit war er in seiner Heimat aktiv und feierte etliche Erfolge auf nationaler Ebene. In der letzten Saison sammelte erste Erfahrungen im deutschen Basketball und trainierte die Hellenen München in der 1. Regionalliga Süd-Ost. Als Aufsteiger erreichte die Mannschaft direkt einen starken sechsten Platz. Diktapanidis wird das Training am Freitag bereits übernehmen und somit auch am Samstag an der Seitenlinie stehen.

Geschäftsführer Jürgen Berger ist über die schnelle Lösung erfreut: „Wir sind froh, dass wir mit Christos einen erfahrenen Mann verpflichten konnten, der Deutschland schon kennt. Es ist immer vorteilhaft, wenn man sich über das Basketball-Netzwerk vor Ort Feedback zu Spielern oder Trainern holen kann. Christos wurde uns von mehreren Leuten aus der Münchener Basketballszene als sehr ehrgeiziger und freundlicher Coach beschrieben, weswegen uns die Entscheidung letztlich leichtgefallen ist.“

Wegen mangelnder Entwicklung – BBG trennt sich von Will Massenburg

Will

Nach nur zwei Spieltagen der Saison 2018/19 trennte sich die BBG Herford vom 1. Herrencoach Will Massenburg. Als Außenstehender mag man sich über den Zeitpunkt wundern, mit etwas mehr Hintergrundwissen versorgt erscheint die Trennung jedoch in einem anderen Licht.

Bereits nach der 78:87 Niederlage im ersten Testspiel in der Vorbereitung am 11. August gegen den stark ersatzgeschwächten Ligarivalen TV Ibbenbüren waren Fragezeichen aufgekommen, ob die gemeinsam über den Sommer erarbeitete Strategie für die Mannschaft zum Erfolg führen könne. Nach einem Gespräch in der Woche danach konnten diese Zweifel zunächst ausgeräumt werden.

Es folgte eine Vorbereitung mit stark schwankenden Leistungen. Auf eine erschreckende Leistung bei der 77:88 Niederlage in Bramsche gegen einen klassentieferen Gegner folgte zwar ein solides Bundesligaturnier mit einer eher mäßigen Vorstellung gegen Itzehoe, dafür aber einem stark herausgespielten 95:89 Sieg gegen das Pro B Team aus Oldenburg.

Leider stabilisierte sich auch in der Folgezeit das Leistungsniveau nicht. So kämpfte man bei den LippeBaskets Werne aus der 2. Regionalliga im WBV-Pokal extrem, um nicht bereits in der ersten Runde auszuscheiden. Am Ende war es eine ganz knappe Angelegenheit und die Mannschaft von Will Massenburg stand beim 93:92 Auswärtserfolg am Rande einer Blamage.

Auch in den ersten beiden Saisonspielen setzte sich kein nachhaltiger Aufwärtstrend fort. Zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger Dortmund behielt man beim 86:70 noch halbwegs souverän die Oberhand, liefert aber bereits keine wirklich überzeugende Leistung ab. Eklatante Schwächen in der Defensive zeigten sich dann noch extremer gegen die BG Dorsten, die die entstehenden Lücken in der Herforder Verteidigung eiskalt ausnutzte und einen souveränen 99:87 Sieg feiern konnte.

Innerhalb der beschriebenen Achterbahnfahrt der Leistungen wurde mehrmals der Austausch zwischen Management und Trainerteam gesucht, ohne das die bestehenden Probleme erfolgreich bearbeitet wurden. Bevor die Entscheidung endgültig getroffen wurde, gab es zur Absicherung einen Dialog mit Teilen der Mannschaft. Dabei wurde der Wunsch nach einer Trennung auch vom Team bestätigt, so dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr als zielführend beurteilt wurde.

Geschäftsführer Jürgen Berger stellt klar: „Menschlich tut uns die Trennung von Will weh. Er hat immer alles für den Verein gegeben und sich zu jeder Zeit korrekt verhalten. Wie bereits bei unserem Sponsorenabend festgestellt, möchten wir mit der Mannschaft in diesem Jahr zumindest grob in Richtung der Top Platzierungen schielen. Dieses Vorhaben sahen wir beim gleichbleibend schwankenden Leistungsniveau gefährdet. Der zuletzt erkämpfte Auswärtserfolg bei der BG Hagen bestätigt uns darin, dass die Entscheidung richtig war.“

Entschuldigen möchten sich die Verantwortlichen noch für die späte Bereitstellung der Information zur Trennung von Will. Die Priorität lag zuletzt und liegt auch in den nächsten Tagen darauf, mit Hochdruck eine qualitativ hochwertige Lösung zu präsentieren.

BBG wird Favoritenrolle gerecht

collage 2018 09 29

Die BBG Herford ist am Dienstagabend problemlos in die 3. Runde des WBV-Pokals eingezogen. Mit einem überzeugenden 93:43 (28:10, 21:16, 21:8, 23:9)-Sieg triumphierte das Team von Interims-Trainer Julian Schütz über den GV Waltrop.
 
Der Underdog aus Waltrop hatte schon vor dem Spiel schlechte Neuigkeiten zu vermelden: Gleich drei Stammspieler fielen dem Team aus der 2. Regionalliga verletzungsbedingt aus. In den ersten zehn Minuten machten die Herforder jedoch deutlich, dass man die Gastgeber trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen werde. Mit 28:10 setzte sich das Team aus der Werrestadt bereits im ersten Viertel komfortabel ab. Schütz wechselte in der Folge durch, so dass auch die Bankspieler zu reichlich Einsatzzeiten kamen. Die BBG dominierte das Spiel über den kompletten Spielverlauf und siegt am Ende auch in der Höhe verdient mit 93:43. Co-Trainer Ewald Möhring zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Natürlich freuen wir uns über den Einzug in die nächste Runde und sind schon gespannt auf die Auslosung“, erklärte Möhring nach dem Spiel. Im Hinblick auf das bevorstehende Heimspiel am kommenden Samstag hob er aber auch gleich warnend den Zeigefinger: „Samstag erwarten wir in der 1. Regionalliga mit Fast Break Leverkusen ein ganz anderes Kaliber, dann ist wieder volle Konzentration gefordert“, so Möhring.

BBG vor Pokalduell gegen vermeintlichen Underdog gewarnt

Foto Vorbericht Pokal Waltrop

Bereits am Dienstag bestreiten die Regionalliga-Herren der BBG Herford ihr nächstes Pflichtspiel. In der zweiten Runde des WBV-Pokals bekommt es das Team der BBG ab 20:30 Uhr auswärts mit dem GV Waltrop aus der 2. Regionalliga zu tun.
 
Mit zwei Siegen aus drei Spielen ist die BBG gut in die neue Saison gestartet. Weniger erfolgreich lief es hingegen für die Gastgeber aus Waltrop: Mit drei Niederlagen in Serie belegen sie derzeit den vorletzten Tabellenplatz. Davon möchte sich Herfords Co-Trainer Ewald Möhring aber nicht blenden lassen: „Die Waltroper sind gleich zu Beginn der Saison auf die beiden Titelfavoriten getroffen. Unser Gegner ist deutlich besser als es der aktuelle Tabellenplatz vermuten lässt“, so Möhring. Spätestens nach dem Spiel in der ersten Pokalrunde dürfte die BBG gewarnt sein, in welcher sie mit den Lippebaskets Werne ebenfalls ein Team aus der 2. Regionalliga zugelost bekamen und denkbar knapp mit nur einem Punkt Unterschied gewinnen konnten. Von einem Selbstläufer zu sprechen kommt darum für Möhring nicht in Frage: „Für Waltrop ist das Pokalspiel das Highlight der Saison. Das Team hat bei seinen Fans einiges gut zu machen. Wir werden unsere Spieler beim Abschlusstraining entsprechend einstellen“.
 
Nicht dabei sein wird voraussichtlich BBG-Center Max Brackmann, der an einer schweren Erkältung laboriert sowie Forward Robin Richter, der seine Fußverletzung noch nicht auskuriert hat. Beide konnten schon am letzten Wochenende beim Sieg gegen die BG Hagen nicht zum Einsatz kommen. „Wir werden die Aufgaben im Team entsprechend verteilen, damit wir in die nächste Runde des WBV-Pokals einziehen können“, gibt sich Möhring optimistisch.

BBG behält beim Krimi in Hagen die Nerven

Bild BG Hagen

Ein echter Basketball-Krimi bot sich den Zuschauern in der Otto-Densch-Halle in Hagen am Freitagabend beim Spiel der BBG Herford gegen die BG Hagen. Am dritten Spieltag der 1.Regionalliga West reichte die reguläre Spielzeit nicht aus, um einen Sieger zu ermitteln. In der Verlängerung bewiesen die Herforder dann den längeren Atem und siegten mit 111:118 (19:19, 47:47, 78:71, 100:100).

 „Heute sind sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnet“, stellte ein sichtlich erleichterter Ewald Möhring (Co-Trainer, BBG Herford) nach dem Spiel fest. Lange entwickelte sich am gestrigen Abend der erwartete Schlagabtausch auf Augenhöhe. Bis zur Halbzeit lagen die beiden Teams beim Stand von 47:47 gleich auf. Im dritten Viertel gelang es dem Gastgeber schließlich sich erfolgreich abzusetzen und mit einer 78:71 Führung ins entscheidende Viertel zu gehen. Doch die BBG steckte nicht auf und nutzte in den Schlussminuten ein ums andere Mal die sich nun häufenden Ungenauigkeiten im Spiel der Hagener eiskalt aus. Angeführt von einem starken Vaidotas Volkus, welcher von den Gastgebern nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, kämpfte sich die BBG Punkt um Punkt heran. Eine Minute vor dem Ende betrug der Rückstand beim Stand von 100:96 jedoch immer noch vier Zähler. Doch leichte Ballverluste erlaubten es dem BBG-Aufbauspieler Sam Cassell Sekunden vor der Schlusssirene beim Stand von 100:98 für die Hagener noch einmal an die Freiwurflinie zu treten. Der US-Boy behielt die Nerven und rettete sein Team somit in die Verlängerung. Auch hier deutete zunächst alles auf ein Herzschlagfinale hin, als die Teams nach drei gespielten Minuten immer noch mit 108:108 gleich auflagen. Doch in der Folge bewies die BBG die stärkeren Nerven und den längeren Atem und zog entscheidend davon. Bester Werfer an diesem Abend war BBG-Spieler Vaidotas Volkus mit überragenden 37 Punkten und einer Trefferquote von knapp 89 Prozent. „Der Schlüssel zum Erfolg war, dass es uns gelungen ist die Leistungsträger der Hagener gut zu verteidigen und gleichzeitig vorne hochprozentig zu punkten“, analysierte Möhring. Restlos zufrieden zeigte er sich trotzdem nicht: „Natürlich dürfen wir uns auch gegen einen starken Gegner keine 100 Punkte einfangen. Wir müssen an der Abstimmung in der Defense weiter hart arbeiten“, so der Co-Trainer. Lange Zeit haben die Herforder dafür allerdings nicht, denn das nächste Spiel steht bereits vor der Tür. Am kommenden Dienstag treten die Herforder in der zweiten Runde des WBV-Pokals beim Zweit-Regionalligisten GV Waltrop an.

Eine große Veränderung im Vergleich zur 99:87-Auswärtsniederlage in Dorsten konnten die mitgereisten BBG-Fans gestern Abend schon vor dem Spiel ausmachen: An der Seitenlinie stand nicht wie gewohnt Will Massenburg, sondern Teammanager Julian Schütz. Der Verein hatte sich unter der Woche von Massenburg getrennt und Schütz übernahm das Amt interimsweise. Zu den Gründen wird sich die BBG zeitnah äußern.

 

Punktestatistik

BBG Herford: Volkus (37), Cassell (25), Behrens (18), Steffen (13), Sentance (11), Brinkmann (10), Boger (2), Yanduka (2)

Topscorer Hagen: Fritze (26), Günther (23), Albinovic (16)

BBG erwartet schweres Auswärtsspiel

Bild Vorbericht Hagen

Bereits am Freitag geht es für die Basketballer der BBG Herford wieder um Punkte in der 1. Regionalliga West. Am dritten Spieltag muss das Team aus der Werrestadt ab 20:15 Uhr erneut auswärts in der Otto-Densch-Halle bei der BG aus Hagen antreten.

"Keine leichte Aufgabe" lautet die erste Einschätzung des Herforder Co-Trainers Ewald Möhring, der sich bei einem Testspiel in der Saison-Vorbereitung bereits ein Bild des kommenden Gegners machen konnte. Angeführt vom Pointguard Jasper Günther, der beim ProA-Team Phoenix Hagen unter Vertrag steht und in der 1. Regionalliga Erfahrungen sammeln soll, verfügen die Hagener mit den beiden Import-Spielern Jorge Tejera Tejo (Spanien) als Forward und Markus Ligons (USA) unter dem Korb über drei Spieler, „die jederzeit für mehr als 20 Punkte gut sind“, weiß Möhring. Weniger Bedenken hat Möhring auf der Center-Position, hier sieht er sein Team mit Vaidotas Volkus und Jan Brinkmann gut aufgestellt. "In der Defense müssen wir uns voll darauf konzentrieren, den Hagener Guards keinen Zentimeter Raum zu lassen, damit diese nicht frei zum Wurf kommen", gibt Möhring die Marschroute vor. Beide Teams starteten mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison und werden am Freitagabend hochmotiviert sein den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu halten.

Für das schwere Auswärtsspiel in Hagen steht beim Herforder Kader noch ein kleines Fragezeichen hinter dem Einsatz von Robin Richter. Richter hatte sich am vergangenen Wochenende beim Spiel in Dorsten leicht am Fuß verletzt, konnte unter der Woche aber bereits wieder am Training teilnehmen. BBG-Scharfschütze Alan Boger hat seine Erkrankung hingegen komplett auskuriert und wird dem Team wieder voll zur Verfügung stehen.

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