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Neujahrsderby in der BBG-Arena endet mit Niederlage

Neujahrsderby in der BBG-Arena endet mit Niederlage
Foto: Dr. Klaus Schütz

Am 16. Spieltag der 1. Regionalliga West unterlagen wir trotz einer beeindruckenden Aufholjagd aufgrund eines Fehlstarts zu Beginn mit 79:89 (17:22/10:16/24:24/28:26) gegen den Lokalrivalen BÖRGEL Ballers Ibbenbüren.

Beide Mannschaften hatten nach der Winterpause Kraft tanken können, welche sie angesichts der engen Tabellenlage und der Bedeutung des Spiels auch von Beginn abriefen. Dabei mussten wir nach wie vor auf unseren Aufbauspieler Jawaad Tonye-Biyik verzichten. Den besseren Start erwischten die Gäste, da wir unsere Wurfchancen nicht effektiv nutzten. Nach schnellen Punkten, unter anderem durch Niklas Husmann, mussten wir deshalb bereits früh zur Auszeit greifen, um das Momentum zurückzugewinnen (0:13). Doch trotz taktischer Änderungen bauten die Gäste ihre Führung aus, ehe Cameron Kahn den Fehlstart zu bremsen versuchte und uns auf das Scoreboard brachte. Davon gelöst starteten wir nun einen kleinen Lauf und zwangen die BÖRGEL Baskets zu ihrer ersten Auszeit (9:18). Der Rest des Auftaktviertels verlief dann relativ ausgeglichen, was vor allem mit der gestiegenen Intensität in unserer Defense zusammenhing. So konnte der Fehlstart unserer Mannschaft etwas kompensiert werden (17:22). Der Auftakt des zweiten Spielabschnittes veränderte den Rhythmus beiderseitig. Zuvor mit vielen Gelegenheiten von der Dreierlinie, suchten wir nun vermehrt über unsere Big-Men Michail Margaritis und Noah Wittmann erfolgreiche Abschlüsse. Dies sorgte für mehr Raum für unsere Schützen, was durch unseren Schützen Timo Neunzling umgehend mit zwei Dreier bestraft wurde. Durch die Aufholjagd das Momentum verlierend, griff der Headcoach der Ballers Ibbenbüren zur zweiten Auszeit, um neue Antworten auf den Rhythmus zu finden (25:25). Diese griffen auch umgehend und die Gäste bestraften auch kleine Fehler durch gute Fastbreaks. Gleichzeitig stellte die Defense Cameron Kahn im Angriff beinahe vollständig kalt, weshalb Chase Griffin mit einem Wechsel reagierte, um neue Impulse zu finden. Insgesamt litt der offensive Rhythmus beider Mannschaften unter der enormen Intensität der Defense. die Gäste nutzten diese Phase, um sich über die Freiwurflinie zusätzliche Chancen zu erarbeiten, während wir zwar entschlossen um jeden Ballbesitz kämpften, allerdings ohne zählbare Resultate ins Hintertreffen gerieten (27:36). Die letzte Auszeit kurz vor der Halbzeit sollte dies zwar ändern, die BÖRGEL Ballers blieben jedoch entschlossen und nahmen eine Führung mit in die Kabine (27:40). 

Nach dem Seitenwechsel starteten die Gäste erneut mit deutlich entschlossener und schraubten durch schnelles Spiel und gute Dreier die Führung auf 20 Punkte. Angesichts des verschlafenen Auftakts in den dritten Spielabschnitt musste Chase Griffin beinahe sofort zu Auszeit greifen, um sich das Momentum nicht vollständig zu verlieren. Doch auch gut herausgespielte Würfe verfehlten in dieser Phase den Korb. Lediglich Cameron Kahn schien etwas aufzutauen und konnte dem Lauf der Gäste etwas entgegensetzen (47:59). Nun erwachte auch die BBG-Arena erneut zum Leben. Davon angetrieben erhöhten wir die Intensität in der Defense und erarbeiteten uns über Michail Margartis und Cameron Kahn gute Gelegenheiten in der Zone (51:59). So ging das dritte Viertel zwar insgesamt positiv, aufgrund des verschlafenen Beginns jedoch trotzdem mit einem Rückstand zu Ende (51:62). Wir stemmten uns in den letzten 10 Minuten mit viel Energie gegen die sich anbahnende Niederlage und arbeiteten uns an die Freiwurflinie. Doch Routinier Dyon Doekhi behielt zusammen mit Ibbenbürener Kapitän Tim Kosel die Nerven und hielt die BÖRGEL Ballers mit 20 in Front, ehe wir durch Timo Neunzling und 8 starke Punkte die nächste Aufholjagd starteten (67:73). Das Derby entwickelte sich nun zu einem metaphorischen Boxkampf, bei welchem beide Mannschaften viele starke Aktionen verbuchen konnten und es so ständig hin und her ging. Vergessen war der verschlafene Beginn um 18:00 Uhr; nun zählte nur das nächste Play. Mit viel Tempo und Energie ging es im Fastbreak immer wieder das Feld runter, stets die nächste Gelegenheit suchend. Um wieder etwas mehr Kontrolle zu erhalten, griff der Headcoach der Gäste zur Auszeit, was angesichts des aufkommenden Momentums gleich in doppelter Hinsicht sinnvoll schien. Doch auch Chase Griffin hatte sich etwas überlegt und so konnten wir direkt im nächsten Play erneut an der Führung nagen (73:79). Der Schlagabtausch beider Teams ging bis in die letzte Spielminute entschlossen weiter, blieb jedoch am Ende trotz einer starken Aufholjagd ohne Belohnung (79:89).

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