Der 21. Spieltag der 1. Regionalliga West endete für uns mit einem 87:65-Sieg (20:18/21:16/20:18/26:13) gegen die TuS 59 HammStars.
Bereits vor dem Tip-Off war klar, dass das Duell mit dem Nachbarn aus Nordrhein-Westfalen spannend werden könnte. Nachdem wir zuletzt gegen den TV Salzkotten gewannen, waren wir mitten im Kampf um den vierten Tabellenrang. Dieser ist hinsichtlich der Playoffs insofern wichtig, als das wir so ein Heimrecht im ersten Spiel geltend machen können. Die HammStars, vor Beginn der Partie auf Tabellenrang 10 positioniert, wollten ihrerseits einen wichtigen Sieg in dieser engen Regionalliga-Saison einfahren, um nicht abzurutschen.
Nach gewonnenem Hochball begannen wir hochkonzentriert und verwandelten unsere ersten drei Würfe zu einer 8:0-Führung, ehe die HammStars nach knapp zwei Spielminuten zum ersten Mal etwas Zählbares verbuchen konnten.
Vor allem Cameron Kahn, bereits im letzten Heimspiel gut aufgelegt, verzeichnete zwei schnelle Dreier für sein Team. Davon ließen sich die Gäste aus Hamm jedoch nicht aus der Fassung bringen und suchten über die Freiwurflinie nach offensivem Rhythmus (12:4). Ivan Rosic, mit der Leistung seiner HammStars unzufrieden, reagierte auf den Druck unserer Mannschaft mit klugen Wechseln. Diese sorgten dafür, dass die Gäste mehr Präsenz unter den Körben etablieren konnten und sowohl beim Rebound, als auch im Angriff zum eigenen Spiel fanden. Wir brauchten einige Minuten, um uns an die neue Gangart zu gewöhnen, was die Gäste nutzten, um die Führung zu verkürzen (17:14). Gegen Ende des ersten Viertels häuften sich dann auf beiden Seiten Fehler. Verpasste Gelegenheiten, sowohl an der Freiwurflinie als auch aus dem Fastbreak heraus, sorgten für ein insgesamt ausgeglichenes erstes Viertel (20:18). Nach der kurzen Verschnaufpause konnten wir die technischen Fehler abstellen, hatten jedoch nach wie vor Probleme, uns für gute Chancen zu belohnen. Allerdings agierten wir mit deutlich mehr Tempo, was unserem Spielstil insgesamt zusagte. Auch Gäste-Coach Ivan Rosic bemerkte den Tempowechsel und reagierte mit einer Auszeit, um das Momentum ausgeglichen zu halten (28:22). Trotz mehr Geschwindigkeit fiel es beiden Mannschaften im Verlauf des zweiten Viertels schwer, den eigenen Rhythmus zu finden. Die HammStars nahmen uns zusehends das Spiel unter den Körben weg und arbeiteten gleichzeitig extrem entschlossen mit Zug zum Korb. Wir taten uns schwer, angemessen zu reagieren und das Spiel kippte so im Verlauf des zweiten Viertels mehr und mehr Richtung Hamm. Dank der individuellen Spielstärke unseres Aufbauspielers Jawaad Tonye-Biyi, der zwei Dreier verwandelte, konnten wir dennoch mit einer kleinen Führung in die Halbzeitpause gehen (41:34).
Nach dem Seitenwechsel kamen wir mit deutlich mehr Rhythmus aus der Kabine und konnten sowohl aus dem Drive, wie auch von der Dreierlinie aus Akzente setzen. Doch auch Gerard Davis, der Anführer der HammStars, knüpfte nahtlos an seine 16 Punkte aus der ersten Halbzeit an und verwandelte seinen ersten Wurf (50:43). Die Trefferquote hielt jedoch auf beiden Seiten nicht lang, da die Verteidigung, welche bereits in der ersten Halbzeit auf beiden Seite eng und intensiv gespielt wurde, nun noch einmal einen Gang hochschaltete. Somit veränderte sich die Dynamik erneut von einer offensiv geprägten Partie zu einem defensiven Kampf um jede Position und jeden Rebound (52:50). Die HammStars stellten immer wieder zwischen Zone und Mannverteidigung um, damit der Rhythmus in unserem Angriff möglichst nicht entstehen konnte. Wir hingegen pressten über das ganze Feld und versuchten so, das Tempo hoch zu halten (61:52). Im letzten Spielabschnitt war es dann ein reiner Kampf um mehr Intensität. Beinahe jeder Drive endete mit einem Foul oder schweren Wurf und beide Teams pressten über das ganze Feld für noch mehr Druck am Ball. Allerdings konnten wir uns beim Rebound insgesamt etwas besser positionieren und so zweite Chancen erspielen und gleichzeitig in der Defense verhindern. Und auch das hohe Pick&Roll, welches die HammStars in der ersten Halbzeit als Stärke etabliert hatten, nahmen wir ihnen nun konsequent weg (74:57). Trotz des nun recht hoch wirkenden Führung blieben die HammStars jedoch entschlossen bei ihrem Spiel und griffen zur Auszeit, um mit gut 5 verbleibenden Minuten noch einmal Zugriff auf die Partie zu erhalten. Herforder Headcoach Chase Griffin hatte jedoch mit Scharfschütze Aleksander Mlodianovski die perfekte Antwort auf den Druck der Gäste. Mit gleich mehreren starken Aktionen und Würfen besiegelte er den Heimsieg, welcher uns hinsichtlich der Playoffs in eine hervorragende Ausgangslage rückt.